Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Invaliditätsversicherung. Wer seine Arbeit aufgrund einer nachgewiesenen Berufsunfähigkeit nicht mehr ausführen kann, erhält von der Versicherung in diesem Fall eine festgelegte Berufsunfähigkeitsrente. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann einerseits zusammen mit einer Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen werden, jedoch auch als selbstständige Versicherung (SBU). Die Absicherung der Berufsunfähigkeit kann auch dann sinnvoll sein und greifen, wenn der Beruf der versicherten Person unentgeltlich verrichtet wird, jedoch im Fall der Berufsunfähigkeit hohe finanzielle Kosten, wie zum Beispiel bei einer Hausfrau, zu erwarten wären.
Berufsunfähigkeitsschutz
Die Berufsunfähigkeitsversicherung dient er Absicherung des Versicherten, falls eine Berufsunfähigkeit einsetzt. Der soziale Abstieg soll damit durch einen Berufsunfähigkeitsschutz verhindert werden. Dabei richten sich die Versicherungsbedingungen nach dem letztmalig ausgeübten Beruf und der daraus resultierenden Bezahlung des Versicherten. Fällt die Berufsfähigkeit, aufgrund von einer Erkrankung oder einer anderen gesundheitlichen Einschränkung zu mindestens 50 Prozent weg, greift der Versicherungsschutz. Der Prognosezeitrum, für den die Berufsunfähigkeit festgelegt werden muss, umfasst in den Versicherungsbedingungen rechtlich festgelegt rund drei Jahre. Je nach Prognosezustand kann die Versicherung jedoch auch alle sieben Monate die Berufsunfähigkeit neu bestimmen lassen.
Versicherungsbedingungen
Der Tarif des Versicherungsschutzes richtet sich auch nach dem Einstiegsalter und eventuell bestehenden Vorerkrankungen. Diese leistungseinschränkenden Risiken werden in Klauseln festlegt und können auch dazu führen, das Personen der Versicherungsschutz verweigert wird. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer SBU in jungen Jahren, wenn die Versicherungsnehmer noch am Anfang des Studiums oder der Ausbildung stehen, besonders sinnvoll, da hier meistens wenig bis keine Vorerkrankungen bestehen und der Beitrag besonders gering ist. Auch das Alter, bis zu dem die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt wird, und die Versicherungsdauer sind in den Klauseln der Versicherungsbedingungen festgeschrieben. Dabei orientieren sich die Versicherungen am allgemeinen Eintrittsalter der Rente. Spätestens, wenn der Versicherte die Regelaltersgrenze erreicht und damit Anspruch auf Rente hat, fällt die Berufsunfähigkeitsrente weg. Die Versicherungsdauer und damit auch der Versicherungsschutz werden dagegen individuell vereinbart.
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung
Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung stellt eine Mischform aus Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Hierbei wird der Versicherte, je nach Tarif, nicht nur finanziell im Fall der Berufsunfähigkeit abgesichert, sondern auch die Angehörigen werden, im Fall des Todes des Versicherten und damit Hauptverdieners, durch eine Rente abgesichert.
Versicherungen im Test
Zwischen den großen Versicherern, wie Aachenmünchener, Huk Coburg oder Ergo können die Leistungen und Tarife stark variieren. So zeigen unabhängige Tests der großen Finanzportale, wie Finanztest von Stiftung Warentest, dass auch die Höhe und Laufzeit der Berufsunfähigkeitsrente stark von den einzelnen Berufen und der Vertragslaufzeit abhängt. Ein Vergleich der Versicherer lohnt sich schon alleine deshalb, denn laut Finanztest kann es bei gleichwertigen Versicherungen bis zu 1000 Euro Tarif-Unterschied geben. Alle Tests zu den Angeboten der Berufsunfähigkeitsversicherung und die Testsieger finden Sie auch bei Stiftung Warentest.
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