Teurer Dispo: Kritik an Banken wächst
Die Kritik an der Zinspolitik der Banken im Privatkundengeschäft reißt nicht ab. Verbraucherschützer monieren weiterhin mit Nachdruck, dass die Geldhäuser zwar auf der einen Seite sehr hohe Zinsen für in Anspruch genommene Dispositionskredite in Rechnung stellen, auf der anderen Seite jedoch Tages- und Festgeldanlagen nur noch minimal verzinsen. So müssen Bankkunden für einen durchschnittlichen Dispositionskredit 11,5 Prozent Zinsen zahlen, während täglich fällige Einlagen mit 1,5 Prozent im Jahr verzinst werden.
Banken weiten ihre Marge aus
Für die Banken ist das ein gutes Geschäft: Sie können die Einlagen ihrer Kunden, für die sie nur sehr geringe Zinsen zahlen, mit mehreren hundert Prozent Gewinn an andere Kunden weiterverleihen. Der Widerstand der Kunden hält sich in Grenzen: Die meisten Verbraucher, die ihren Dispositionskredit regelmäßig nutzen, trauen sich aus Angst vor einer Kürzung der Kreditlinie nicht, die Bank zu wechseln. Die Banken nutzen das aus und verdienen prächtig daran.
Vergleichen lohnt sich schnell
Für Verbraucher kann es sich dabei durchaus lohnen, die Zinsen verschiedener Banken miteinander zu vergleichen. Der günstigste Dispokredit auf dem deutschen Markt kostet etwa 7,0 Prozent, beim teuersten Institut müssen mehr als 15 Prozent gezahlt werden. Auch bei Tagesgeldanlagen lohnt es sich, einen Vergleich anzustellen.
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