Vermögensaufbau und private Altersvorsorge stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Die wachsende Angst vor steigenden Inflationsraten und das niedrige Zinsniveau machen den Kauf einer Eigentumswohnung auf Kredit in den Augen vieler zu einer optimalen Vorsorge. Aber auch eine Baufinanzierung wird oft von vielen in Betracht gezogen, wenn eine Immobilie gekauft wird. Die Erlöse aus der Vermietung können den Lebensunterhalt im Alter teilweise finanzieren und der Sachwert-Charakter einer Immobilie schützt das angelegte Vermögen gegen Inflation. Der Kauf einer Eigentumswohnung ist jedoch auch mit Risiken behaftet. In vielen Fällen sind offene Immobilienfonds die bessere Alternative. Neben einer besseren Streuung des Risikos bieten sie vor allem mehr Flexibilität als eine eigene Wohnung.

Diversifikation und Flexibilität als Hauptvorteile
Ein guter offener Immobilienfonds investiert das Vermögen seiner Anteilseigner in tausende verschiedene Immobilien. Dadurch profitieren Anleger von Streuungseffekten. Diese reduzieren mehrere Risiken auf einmal deutlich. Zum einen müssen Fondsbesitzer nicht um Mietausfälle bangen, die bei einem Leerstand anfallen können. Zum anderen wird ihr Vermögen ebenso wenig wie die Erträge aus der Vermietung durch Mietnomaden bedroht, die nicht nur Mietrückstände hinterlassen, sondern im schlimmsten Fall auch noch die Wohnung verwüsten und dann unauffindbar verschwinden.
Ein Immobilienkredit verpflichtet lange
Die Investition in eine finanzierte Eigentumswohnung zieht genauso einen langfristigen Zahlungsstrom mit sich wie der Aufbau eines Vermögens durch regelmäßige Einzahlungen in einen offenen Immobilienfonds. Wird eine Wohnung im Wert von 200.000 Euro mit 150.000 Euro Kredit und 50.000 Euro Eigenkapital finanziert, ist das Bank Darlehen bei einer Monatsrate von 950 Euro und einem günstigen Zinssatz binnen 20 Jahren vollständig getilgt
In dieser Konstellation ist der Eigentümer jedoch sehr lange an den Kredit gebunden. Er kann auf Änderungen in seinen wirtschaftlichen oder persönlichen Verhältnissen dann weniger flexibel reagieren. Genau dieser Punkt aber ist wichtig, weil viele Anleger erst im Alter von 45 oder 50 Jahren über den Kauf einer zusätzlichen Immobilie zwecks Altersvorsorge nachdenken.
Fondssparpläne sind bequemer
Anstatt monatlich eine Kreditrate an die Bank zu überweisen, kann auch in einen offenen Immobilienfonds eingezahlt werden. Bei 50.000 Euro Anfangsinvestition und monatlich 950 Euro Einzahlung summiert sich das Vermögen nach 20 Jahren auf mehr als 450.000 Euro, wenn der Fonds eine (realistische) jährliche Rendite von 4 Prozent erwirtschaften kann.
Anleger können aus dem Fonds jederzeit ganz oder teilweise aussteigen oder die Einzahlungen erhöhen oder verringern. Diese Flexibilität gibt es bei einem Immobilienkredit nicht. Ein weiterer Vorteil betrifft vor allem Anleger, die eine Eigentumswohnung als Instrument zur Altersvorsorge betrachten. Sie müssen ins Kalkül ziehen, dass der Part als Vermieter im fortgeschrittenen Alter möglicherweise viel Anstrengung erfordert oder gar nicht mehr zu leisten ist. Auch in diesem Punkt sind Fonds die bessere Alternative.
© Daniel Fuhr – Fotolia.com

at 13:14
Welcher in Deutschland vertriebene offene Immobilienfonds investiert denn in tausende von Immobilien? Soweit mir bekannt ist, ist die Objektanzahl auch bei den großen Fonds deutlich geringer. Und das Thema Liquidität der Anlage ist wohl mehr als blauäugig behandelt, da die Möglichkeit der Schließung ebenso wenig erwähnt wird wie die neu anstehenden gesetzlichen Regelungen, die eine Einschränkung der Rückgabemöglichkeiten mit sich bringen. Auch die Bemerkung, dass es bei Fonds nicht zu Mietausfällen kommen kann, gehört ins Reich der Märchen, denn etliche offene Immofonds haben derzeit Leerstandsquoten von rund 10 Prozent.
Der Beitrag wirkt wie ein billiger PR-Wisch, aber nicht wie ein solide recherchierter Artikel.