US-Arbeitslosenquote steigt auf Rekordhoch
Die USA befinden sich weiterhin in einer schweren Rezession. Die Arbeitslosenquote stieg den am Freitag veröffentlichten Zahlen zufolge auf 9,7 Prozent und damit den höchsten Stand seit 1983. Zuletzt waren einige Konjunkturindikatoren positiv ausgefallen -der Arbeitsmarkt aber rutscht immer weiter in die Krise. Im August sind dem US-Finanzministerium zufolge 216.000 Arbeitsplätze vernichtet worden. Die Zahlen sorgten an den Finanzmärkten für Beunruhigung: Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung ist nach gängiger Auffassung ein gutes US-Konsumklima erforderlich. Ein schwacher Arbeitsmarkt dürfte diesem kaum zuträglich sein.
Obama: Schaffung von Arbeitsplätzen erst am Ende
Der Arbeitsmarkt gilt unter Volkswirten als ein nachlaufender Konjunkturindikator. Der neuerliche Anstieg der Arbeitslosigkeit widerspricht somit nicht den zuletzt besser ausgefallenen Frühindikatoren. Auch Präsident Barack Obama wird nicht müde zu betonen, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze Geduld erfordert. Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr ein Konjunkturprogramm im Umfang von 787 Mrd. Dollar auf den Weg gebracht und wollte damit den Kollaps der größten Volkswirtschaft der Welt abwenden.
Sieben Millionen Arbeitsplätze sind verloren
In den USA begann die Rezession im Dezember 2007, also deutlich vor dem Einbruch in Europa. Seitdem sind auf der anderen Seite des Atlantiks sieben Millionen Arbeitsplätz verloren gegangen. Die USA gelten als das Ursprungsland der Finanzkrise. Die massive Überschuldung der Verbraucher und darüber hinaus die Verschuldung der USA im Rest der Welt sowie die Blase am Immobilienmarkt haben der US-Wirtschaft arg zugesetzt.
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