Der Stromversorger RWE hat die Preiserhöhungsrunde eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Strompreise zum zweiten Mal binnen 6 Monaten angehoben. Die offizielle Begründung: Im Oktober wurde gewahr, dass die Ökostrom-Umlage ab dem kommenden Jahr deutlich höher ausfallen wird. Die EEG-Umlage wird auf die Stromkunden abgewälzt. Deutschlands zweitgrößter Stromversorger will die Preise zum Jahreswechsel um 3,6 Prozent anheben. Zusammen mit der Anhebung der Preise im August müssen 2,6 Millionen RWE-Kunden im Januar dann fast 13 Prozent mehr zahlen als noch im Juli. Ein durchschnittlicher Haushalt wird so mit fast 100 Euro im Jahr belastet.

RWE ist nur der Anfang: Verbrauchern steht Welle der Preiserhöhungen bevor

Nicht nur den Kunden von RWE stehen Preiserhöhungen ins Haus. Experten rechnen mit einer regelrechten Welle von Anhebungen der Strompreise. Versorger, die ihren Kunden zum Jahreswechsel mehr in Rechnung stellen möchten, müssen diese bis zum 15. November unterrichten. Nach Angaben des Verbraucherportals TopTarif haben bislang etwa 60 Versorger Preiserhöhungen angekündigt. Dazu kommen weitere 50 lokale Versorger. Im Schnitt sind die Preise dem Portal zufolge um 7 Prozent angestiegen. Einige Anbieter verlangen von ihren Kunden sogar 14 Prozent mehr.

Sparen durch Wechsel: Viele Verbraucher bleiben passiv

Auch die und anstehende Preisrunde wird nach Ansicht von Experten nicht dazu führen, dass deutlich mehr Haushalte Gebrauch von der Möglichkeit zum Anbieter-Wechsel machen. Dabei lassen sich genau damit die Erhöhungen ganz oder teilweise abfedern. Dem Portal Verivox zufolge kann ein Münchner Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden mehr als 400 Euro im Jahr sparen, wenn vom örtlichen Grundversorger zum günstigsten verfügbaren Anbieter gewechselt wird. Verbraucher, denen die Strompreiserhöhung nicht gefällt, sollten deshalb die Möglichkeit zum Wechsel nutzen.

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