Krise noch nicht angekommen?
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hält und alle seit Monaten in Atem. Möglicherweise ist das, was bislang geschah, jedoch nur ein Vorbote dessen, was noch kommen wird. Der Chef des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, jedenfalls konstatierte: „In Deutschland spüren wir die Krise eigentlich noch nicht wirklich“. Er bezog sich damit auf die Entwicklung der Binnenkonjunktur. Bislang hinterließ die Krise auf dem Arbeitsmarkt und beim privaten Konsum nur geringe Spuren.
Das dicke Ende steht bevor
Sinn zufolge wird die Krise jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2009 sowie im kommenden Jahr mit voller Wucht einschlagen. Er prophezeit einen dramatischen Zuwachs der Arbeitslosigkeit. Bislang konnte gerade dies noch weitestgehend vermieden werden; die Ausweitung der Kurzarbeiter-Regelung im Rahmen des Konjunkturpaketes I der Bundesregierung hat hier nach Einschätzung von Experten großen Anteil.
Andere trifft es schlimmer
Deutschland kommt bislang noch verhältnismäßig gut durch die Krise. Während in Japan der Export um 50 Prozent einbrach, gingen die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft um „lediglich“ 21 Prozent zurück. Auch hat sich die Zahl der Arbeitslosen hierzulande weit weniger stark erhöht als in anderen Ländern wie etwa den USA, Spanien oder in Großbritannien. Auch Hans-Werner Sinn sieht Deutschland bislang als „stabilisierendes Element“ in der Weltwirtschaft. Dennoch empfiehlt sich in Zeiten der Wirtschaftskrise eine sichere Geldanlage.
Ähnliche Beiträge:
- Autobranche in der Krise Die weltweite Rezession hat die deutsche Automobilindustrie hart erwischt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte, sanken im...
- Schock: Deutscher Export bricht wieder ein Die deutschen Exporte sind im August überraschend gesunken. Wie das Bundesamt für Statistik mitteilte, gaben die Ausfuhren gegenüber dem...
- Ifo-Index wie vor der Krise: Wirtschaft kommt aus der Krise Die deutsche Wirtschaft kommt nach der schwersten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs wieder auf die Beine. Wie sich...
- Keiner will Opel haben – Staatshilfe ungewiss Der am Rande der Insolvenz stehende US-Autobauer General Motors ist nach Angaben des Opel-Vorstands bereit, Anteile an dem Rüsselsheimer...
- Export bricht ein Die deutschen Exporte sind im Januar um 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Dies teilte das Statistische Bundesamt heute...

Die Krise wird sicher noch mehr Firmen das Genick brechen, sie kommen an keine Kredite mehr und haben Liquiditätsengpässe. Müssen nicht die Big Players sein, Mittelständler und kleinere Unternehmen vor allem!
Eine wesentliche Gefahr dieser Banken-, Kredit-, Finanzmarktkrise ist es, dass die Unternehmen zurzeit größere Schwierigkeiten haben an Kredite zu kommen. Eigentlich sind die niedrigen Zinsen geradezu eine Einladung Kredite aufzunehmen, um sich für die Krise besser zu wappnen. Gerade wenn man, wie die meisten Analysten, mit einer baldigen Inflation rechnet, sind Kredite natürlich eine feine Sache.
Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge steigt der Anteil der Unternehmen, welche die Kreditvergabe der Banken als restriktiv empfinden, deutlich.
Hier hab ich noch mehr gefunden:
http://www.sharewise.com/news_articles/3262-Dax-Boerse-Kurse