Kommt die Hyper-Inflation?
Konjunkturprogramme in gigantischem Umfang dies- und jenseits des Atlantiks, geldpolitische Lockerungen aller Notenbanken rund um den Globus: Angesichts der massiven Stützungsversuche von Regierungen und Zentralbanken zur Eindämmung der Wirtschaftskrise sorgen sich zunehmend mehr Experten um die Stabilität des Geldwertes. Nicht wenige prophezeien sogar eine Hyper-Inflation.
Quantitative Lockerung ist Notenpresse
Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihre Bilanzsumme im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise massiv ausgeweitet. Die Passivseite der Zentralbank aber ist nichts anderes als die Notenpresse -und damit das Instrument zur Geldentwertung. Weitet sich die Geldmenge überproportional zur Gütermenge aus, verändert sich das Austauschverhältnis von Geld- und Gütereinheiten. Mit anderen Worten: Für 100 Euro bekommen Verbraucher und Unternehmen dann weniger Sachgüter und Dienstleistungen.
Inflation bedeutet Umverteilung
Inflation macht nicht zwingend alle Mitglieder einer Volkswirtschaft ärmer – sie verteilt die Güter jedoch um. Gewinner sind Besitzer von Sachwerten, wie Aktien, Rohstoffen oder Immobilien – Hausbau zahlt sich aus. Verlierer sind Besitzer von nominalen Werten: Anleihen, Bankguthaben etc. verlieren an Kaufkraft. Profitieren können somit im Umkehrschluss auch Schuldner: Ihre Verbindlichkeiten reduzieren sich gemessen am realen Wert.
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