US-Notenbank wirft der Druckerpresse an
Die US-Notenbank Federal Reserve will durch eine in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte beispiellose quantitative Lockerung der Geldpolitik der Finanz- und Wirtschaftskrise entgegenwirken. Die Fed kündigte an, mit Hypothekendarlehen besicherte Anleihen im Umfang von 1,25 Billionen Dollar zu kaufen. Dies sind 750 Mrd. Dollar mehr als bislang vorgesehen. Der Ankauf der Anleihen der beiden Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae soll im Volumen von 100 auf 200 Mrd. Dollar verdoppelt werden.
Kapitalmarktzinsen sollen sinken
Eines der Ziele der geldpolitischen Maßnahmen ist die Senkung der langfristigen Kapitalmarktzinsen, die insbesondere die Kosten für Hypothekenfinanzierungen reduzieren sollen. Dadurch werden viele Eigentümer in den USA entlastet. Die Fed hofft, auf diesem Wege die Abwärtsspirale, in der sich die US-Wirtschaft befindet, aufhalten zu können. Ob das Vorhaben tatsächlich gelingt, ist unter Experten jedoch umstritten.
Dollar wertet massiv ab
Der Dollar hat in den letzten Tagen stark zum Euro abgewertet. Lag der Kurs zu Beginn der Woche noch unter 1,30 Dollar je Euro, müssen nun 1,37 für einen Euro gezahlt werden. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass die Maßnahmen der Notenbank zu großem inflationären Druck führen könnten. Die Aktienmärkte reagierten jedoch positiv auf die Ankündigung der Federal Reserve.
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