Konjunktur-Prognosen immer düsterer
Die Prognosen für die deutsche Konjunktur werden immer düsterer. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung, das bislang von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von zwei Prozent in diesem Jahr ausgegangen ist, hält einer Aussage des RWI-Chefs Christian Schmidt gegenüber dem der Tageszeitung „Die Welt“ (www.welt.de) nun auch einen Rückgang um vier Prozent für möglich. In Detail gehen wollte Schmidt jedoch nicht und nannte keine konkreteren Zahlen.
Prognosen werden nach unten korrigiert
In den letzten Wochen haben verschiedene Forschungsinstitute ihre Prognosen deutlich nach unten korrigiert. Die meisten gehen nun von einem Rückgang des BIP um knapp vier Prozent aus. Einige Institute sehen die Lage sogar noch schlimmer: Das IWH beispielsweise geht von einem Schrumpfen der Wirtschaft im Umfang von 4,8 Prozent aus. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hatte vor einiger Zeit geäußert, dass nur im Fall einer baldigen Erholung der Konjunktur ein Rückgang der Produktionsleistung um mehr als fünf Prozent vermeidbar wäre.
Folgen nicht absehbar
Das Ausmaß der Konsequenzen ist derzeit nach Ansicht der meisten Volkswirte noch nicht absehbar. Schmidt vom RWI rechnet mit 600.000 Arbeitslosen zusätzlich zum Jahresende. Auch die Zahl der Insolvenzen wird deutlich zunehmen. Fatal wäre indes ein Andauern der Krise bis weit ins nächste Jahr hinein: Dann könnten mehrere Millionen Arbeitsplätze verschwinden, weil zunehmend mehr Unternehmen aufgeben müssten.
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