Konjunkturprognosen werden düsterer
Die Konjunktur wird sich erst deutlich später erholen als bislang gedacht. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, rechnet die Europäische Zentralbank mit einer langsamen Erholung erst im Jahr 2010. Dies wird den Aussagen der Experten zufolge erst „allmählich“ eintreten. Als Folge der anhaltenden Rezession wird auch die Arbeitslosigkeit in Deutschland signifikant ansteigen.
Mehr Arbeitslose, weniger Wohlstand
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft schätzt, dass bis zum Ende des Jahres rund 800.000 Menschen in Deutschland mehr arbeitslos sein werden. Die Arbeitslosenzahl läge dann wieder über der Marke von vier Millionen. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Ansicht der Forscher in diesem Jahr um 3,7 Prozent schrumpfen. Schuld daran ist insbesondere der deutlich Rückgang der Ausfuhren, der durch die weltweit geschwächte Nachfrage bedingt ist.
Konjunkturpakete helfen nur wenig
Das IfW geht davon aus, dass die Konjunkturprogramme der Bundesregierung im zweiten Halbjahr anfangen werden, ihre Wirkung zu entfalten. Das Ausmaß der Wirkung wird jedoch nach Ansicht der Volkswirte aus Kiel deutlich geringer ausfallen, als es von vielen Beobachtern derzeit erwartet wird. Im ersten Quartal wird die Weltwirtschaft den neuesten Prognosen nach zum ersten Mal seit den 30er Jahren schrumpfen – um 0,8 Prozent.
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