Rumänien nimmt Verhandlungen auf
Rumänien hat Verhandlungen mit der EU sowie mit dem Internationalen Währungsfonds aufgenommen, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Das gemessen am Pro-Kopf-Einkommen ärmste Land der Europäischen Union, das erst 2007 der Gemeinschaft beigetreten ist, sieht sich nach einem jahrelangen starken wirtschaftlichen Aufschwung mit einem massiven Kapitalrückfluss konfrontiert.
Hilfe über EU-Krisenfonds
Nach Angaben der EU-Kommission soll dem kriselnden Land durch Unterstützung aus dem EU-Krisenfonds geholfen werden. Dieser wurde im Dezember auf 25 Mrd. Euro aufgestockt. Nach den Hilfen für Lettland und Ungarn stehen noch rund 15. Mrd. Euro zur Verfügung. Nach Einschätzung von Experten könnte sich der Kapitalbedarf Rumäniens auf bis zu 20 Mrd. Euro belaufen.
Streit um Osteuropa-Hilfe
Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnen auch andere Regierungschefs eine generelle Hilfe für die in Schieflage befindlichen Staaten Osteuropas ab, da die Situation in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ist. In Rumänien ist insbesondere eine desolate Finanzpolitik für die Schieflage ursächlich. Österreich hingegen fordert eine Aufstockung der Osteuropa-Hilfen. Die Alpenrepublik ist mit rund 270 Mrd. Dollar in der Region involviert – das entspricht dem österreichischen Bruttoinlandsprodukt.
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