Krise vernichtet 50 Billionen Dollar
Große Zahlen ist der aufmerksame Beobachter im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise gewohnt. Diese Zahl aber toppt alles: Die Asiatische Entwicklungsbank hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass die Krise weltweit Anlagevermögen im Gegenwert von 50 Billionen US-Dollar vernichtet hat. Dazu beigetragen haben Kursverluste an den Aktienmärkten genauso wie der Verlust von Bankeinlagen und andere Entwicklungen.
Die Wirtschaftsleistung eines Jahres dahin
Der Umfang der in der Studie des Institutes ermittelten Verluste entspricht der weltweiten Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Krise Auswirkungen auf alle hat: Unternehmen müssen Insolvenz anmelden, Konsumenten verlieren an Kaufkraft, Staaten müssen eine höhere Verschuldung auf sich nehmen und Besitzer von Vermögen erleiden Verluste.
Blase ist geplatzt
Bei den Verlusten handelt es sich zunächst um Scheinwerte, die zerplatzt sind. Das Platzen der Blase steht am Ende eines Übertreibungs-Prozesses, der durch eine zu lockere Kreditvergabe und geldpolitisch falsche Anreize getrieben wurde. Real ärmer ist die Welt zunächst noch nicht in dem benannten Ausmaß geworden. Die realen Verluste bestehen in leerstehenden Häusern, überdimensionierten Fabriken und anderen Fehlinvestitionen.
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