Krise belastet den europäischen Arbeitsmarkt
Die weltweite Konjunkturkrise hat auf die Arbeitsmärkte in der Europäischen Union durchgeschlagen und in 19 der 27 Staaten zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat geführt. Besonders hart traf es die Staaten in Ost- und Mitteleuropa, insbesondere das Baltikum, Ungarn sowie die stark unter der Finanzkrise leidenden Iren. Am stärksten legte die Arbeitslosigkeit jedoch in Spanien zu: Die Quote stieg sprunghaft von neun auf 15 Prozent an.
Spanien ist Schlusslicht
Die Spanier leiden unter dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes, dem massiven Auftragseinbruch in der Tourismusbranche, die einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Alarmierend ist die Jugendarbeitslosigkeit auf der iberischen Halbinsel: Jeder dritte unter 25 Jahren ist demnach arbeitslos gemeldet.
Deutschland hält sich gut
In Deutschland machte sich die Krise auf dem Arbeitsmarkt noch nicht bemerkbar. Die Bundesrepublik gehörte vielmehr zu den acht EU-Staaten, in denen die Arbeitslosigkeit sank. Abweichend von den Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit hat die Europäische Statistikbehörde Eurostat einen Rückgang von 0,4 Prozentpunkten auf 7,3 Prozent gemessen.
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