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Stop-Loss und Co.: Wie Anleger Risiken kontrollieren können

Eingetragen am 29. August 2010 – 01:21Kein Kommentar

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen – das ist eine der wichtigsten Regeln für den Erfolg an der Börse überhaupt. Die meisten Privatanleger jedoch vernachlässigen diese Grundregel und managen die Risiken ihres Depots falsch. Effektives Risiko- und Moneymanagement ist dabei nicht schwer. Am Anfang steht die Positionsgrößenbestimmung. Schon vor jedem Trade sollte festgelegt werden, wie viel Geld maximal verloren wird, wenn sich der Markt nicht so entwickelt wie erhofft.

Wie viel Verlust pro Trade ist sinnvoll?

Als Faustregel gilt dabei, dass mit einer einzelnen Transaktion nicht mehr als 0,5 Prozent des gesamten Depotguthabens verloren werden dürfen. Diese Marke ist als Obergrenze zu verstehen. In den Medien und vor allem in Internetforen finden sich immer wieder Beiträge, die eine deutlich größere Verlusttoleranz nahelegen. Wer jedoch mit einem einzigen Trade 5 oder 10 Prozent seines gesamten Kapitals verliert, geht definitiv ein zu großes Risiko ein. Das gilt zumindest für Depots, die dem Vermögensaufbau und der Altersvorsorge dienen.

Stop Loss und Co.: Verlustbegrenzung per Autopilot

Schon bei der Aufgabe einer Order sollte ein Stop-Loss platziert werden. Ein Stop-Loss definiert ein Kursniveau unterhalb des Einstandskurses, bei dessen Erreichen automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst wird. Ohne weiteres Zutun wird die Position dann zum nächstmöglichen Kurs glattgestellt. Vorsicht ist jedoch auch schon beim Kauf von Aktien angesagt. Insbesondere in weniger liquiden Märkten können schon kleinere Ordervolumina zu erheblichen Kursverzerrungen führen. Außerhalb des Blue-Chip-Segments sollten Orders deshalb immer mit einem Limit versehen werden. Dieses garantiert, dass Käufe nur bis zu einem festgelegten Kursniveau erfolgen.

Zielgenau handeln mit kombinierten Ordertypen

Limits sollten auch beim Verkauf von illiquiden Aktien gesetzt werden. Dann ist auch eine Kombination aus Stop-Loss und Limit (Stop-Loss-Limit) sinnvoll. Bei einer solchen Order wird beim Erreichen des SL-Niveaus eine limitierte anstelle einer unlimitierten Order ausgelöst. Durch geeignete Ordertypen kann auch in Abwesenheit zielgerichtet im Markt agiert werden. Mit Trailing-Stops, die mittlerweile auch über die Börse Stuttgart möglich sind, kann das anfänglich gesetzte Stop-Loss-Niveau steigenden Kursen automatisch nachgezogen werden. Dadurch werden Gewinne gesichert, ohne dass ein Ausstieg aus einem profitablen Markt erfolgt.

© Paul Fleet – Fotolia.com

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