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Revolving Card oder Charge-Card: Diese Kreditkarten-Typen gibt es

Eingetragen am 29. August 2010 – 01:11Ein Kommentar

Fast jeder Bundesbürger besitzt mindestens eine Kreditkarte. Die beiden gängigsten Kartengesellschaften auf dem deutschen Markt sind Visa und MasterCard. Die jeweiligen Karten beider Unternehmen gleichen sich jedoch vorwiegend durch das Gesellschaftslogo. Ansonsten finden sich immer mehr Unterschiede. Gemeint sind an dieser Stelle nicht Zusatzleistungen wie Versicherungen und Servicepakete oder Rabattprogramme, sondern die Abrechnungsmodelle.

4 verschiedene Abrechnungsmodelle haben sich etabliert

Kreditkarten von Visa und MasterCard haben gemein, dass die Art und Weise der Abrechnung in der Verantwortung der Bank liegt. Diese kann bestimmen, wie das Konto geführt wird. In den vergangenen Jahren haben sich deshalb neben der klassischen Charge-Card 3 weitere Abrechnungsmodelle auf dem deutschen Markt etabliert: Neben Prepaid- und Debit-Kreditkarten werden auch immer häufiger Kreditkarten mit revolvierendem Kreditrahmen verkauft. Die klassische Charge-Card ist immer noch die häufigste Variante. Die Umsätze werden dabei gesammelt und einmal monatlich in Rechnung gestellt. Die Rechnung ist in einer Summe fällig.

Prepaid-Karten nicht zwangsläufig ohne Schufa

Charge-Cards bieten dadurch ein zinsfreies Zahlungsziel, das je nach Buchungsdatum und Abrechnungsturnus bis zu 2 Monate lang sein kann. Die Karten sind mit einem echten Kreditrahmen ausgestattet. Anders bei Debit- und Prepaid-Cards. Debitkarten sind Kreditkarten, die als Zahlungskarte über ein angeschlossenes Girokonto abgerechnet werden. Die Umsätze werden dabei sofort belastet – wie auch beim Einsatz einer zum Konto gehörenden EC-Karte. Ein Zahlungsziel besteht somit nicht.
Das gilt auch für Prepaid-Kreditkarten. Diese werden zumeist über ein eigenes Konto geführt und ermöglichen Zahlungen nur nach dessen vorheriger Aufladung. In jüngster Zeit finden sich Prepaid-Kreditkarten auch als Zahlungskarten in Verbindung mit Girokonten. Dann wird anders als bei „klassischen“ Karten auf Guthabenbasis jedoch nicht auf eine Bonitätsprüfung verzichtet.

Revolving-Card: Abrufkredit im Brieftaschenformat

Kreditkarten mit revolvierendem Kreditrahmen (Revolving Cards) schließlich sind Charge-Karten mit integrierter Kreditfunktion: Auf Wunsch kann die Kartenrechnung bei Fälligkeit in Teilbeträgen bezahlt werden. Monatlich sind dabei je nach Anbieter meist zwischen 2 und 5 Prozent zu zahlen. Größere Tilgungen sind jederzeit möglich. Die Sollzinsen bei Inanspruchnahme der Kreditfunktion sind meistens sehr hoch und übersteigen die eines Dispokredits deutlich. Eine relativ seltene Variante von Revolving-Cards sieht auch die vollständige Umwandlung des Kartensaldos in einen Ratenkredit vor. Hier können dann keine kostenlosen Sonderzahlungen mehr geleistet werden.

© idrutu – Fotolia.com

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