Edelmetalle fürs Portfolio: Möglichkeiten für Privatanleger
Edelmetalle sind in den vergangenen Jahren verstärkt in Blickpunkt gerückt: Die Angst vieler Anleger vor einer Inflationierung der gigantischen Staatsschulden und die Sorge vor dem Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems haben Gold und anderen Metallen eine ausgeprägte Hausse beschert. Ein weiterer wichtiger Grund für das gewachsene Interesse sind Verknappungs-Überlegungen: Während das Angebot an Edelmetallen natürlich begrenzt ist, wächst die Nachfrage besonders in aufstrebenden Ländern wie China und Indien beträchtlich.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Banken haben auf den Boom reagiert und bieten Privatanlegern mittlerweile zahllose Produkte rund um das Thema Edelmetalle an. Hier gilt es jedoch, die Spreu vom Weizen zu trennen. Zertifikate auf Edelmetalle z.B. eignen sich nur bedingt als Anlage. Investoren, die Metalle als Krisenwährung nutzen möchten, sollten sich des Emittentenrisikos bewusst sein. Besser geeignet als einfache Zertifikate sind physisch besicherte, börslich handelbare Schuldverschreibungen (ETCs). ETCs bilden den Kurs eines Edelmetalls eins zu eins nach und können zu sehr geringen Kosten gehandelt und verwahrt werden. Durch die vollständige Besicherung mit dem jeweiligen Edelmetall sind sie vor Ausfallrisiken geschützt.
Xetra-Gold statt Münzen und Barren
Der bekannteste Gold-ETC in Deutschland ist Xetra-Gold. Dabei handelt es sich um eine nennwertlose Anleihe der Deutsche Börse Commodities GmbH. Jede Anleihe verbrieft den Anspruch auf die Lieferung von 1 Gramm Gold. Die Anleihe ist physisch besichert und kann über die elektronische Handelsplattform Xetra wie eine Aktie gehandelt werden. Es fallen dabei lediglich die Kosten an, die auch beim Handle mit Aktien zu tragen sind. Ausgabeaufschläge sowie Transport- und Versicherungskosten fallen nicht an. Der Kurs der Xetra-Gold-Anleihe richtet sich nach dem Goldpreis und dem EUR/USD-Wechselkurs.
Physische Investments: Wann fallen Steuern an?
Das Wechselkursrisiko müssen Anleger bei allen Investments in Edelmetalle beachten, da Gold und Co. in US-Dollar gehandelt werden. Beim Erwerb physischer Metalle in Form von Münzen und Barren muss ggf. Mehrwertsteuer bezahlt werden. Gold ist von der Mehrwertsteuer befreit, wenn es die Kriterien als Anlagegold (vor allem im Bezug auf die Feinheit) erfüllt. Die Steuerbefreiung gilt für Münzen und für Barren. Beim Kauf von Silberbarren fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Das gilt auch für Silber-Anlagemünzen. Hier gibt es jedoch eine Ausnahme: Das Finanzministerium veröffentlich jährlich eine Liste mit bestimmten Silbermünzen, für die der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 Prozent gilt. Für Münzen und Barren aus Platin und Palladium gilt der volle Mehrwertsteuersatz.
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Es geht doch nichts über physisch anfassbare Edelmetalle in Form von Münzen oder Barren… da fällt auch das Pleite-Risiko eines Unternehmers weg, der irgendwelche Rechte verwaltet…