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Der Garten als Lebensmittelpunkt gewinnt auf dem deutschen Markt immer mehr an Bedeutung

Eingetragen am 23. August 2010 – 12:56Kein Kommentar

Der Garten in Form einer Freizeitgestaltung sowie als Lebensbereich wird für die Menschen immer relevanter. Der Markt in Deutschland für Gartenhartware kann von dieser Entwicklung profitieren. Dieser Markt konnte sich im letzten Jahr mit einem Verlust von lediglich 1 % auf 5,3 Milliarden Euro Umsatz als krisenimmun zeigen. Dagegen ist der Bereich Lebendes Grün mit einem Verlust von 4 % auf 9,1 Milliarden Euro mit einem blauen Auge davon gekommen.

Der wichtigste Markttreiber im Bereich Gartenhartware

Bei der Gartenhartware ist das Segment „Grillen im Garten“ der wichtigste Treiber des Marktes. Dieses Segment kann nicht nur von der größeren Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Grillgeräten profitieren, sondern auch von der Entwicklung, die Grillsaison im ganzen Jahr stattfinden zu lassen. Bei den Verbrauchern steigt das Qualitätsbewusstsein in Kombination mit der Bereitschaft, mehr für ein Produkt auszugeben. Dies kann man vor allem bei den Balkon- und Gartenmöbel aus Holz sehen.

Bestimmte Sparten im Segment Lebendes Grün sind nicht von der Nachfrageflaute betroffen

Im Markt für das Lebende Grün gibt es auch Bereiche, die von der generellen Flaute seitens der Nachfrage nicht betroffen sind. Dazu zählen die typischen Outdoor-Sortimente Balkon- und Beetpflanzen sowie Gehölze. Auch Stauden sowie Samen bzw. Blumenzwiebel gehören dazu. Ihr Umsatz kletterte immens an.
Die Bedeutungen der einzelnen Vertriebsformen bei der Gartenhartware

Die Heimwerker- und Baumärkte konnten hinsichtlich der Gartenhartware ihren Marktanteil auf 47 % erhöhen. Somit sind sie über sämtliche Warengruppen hinweg der wichtigste Vertriebsweg für Blumentöpfe, Rasenmäher sowie Gartenschirme etc. Selbst die Relevanz der Garten-Center als ein großflächiger Vertriebsweg konnte zulegen und die Anbieter von motorisierten Gartengeräte profitierten von der großen Marken- sowie Qualitätsorientierung der Konsumenten. Sowohl die Verbrauchermärkte und die SB-Warenhäuser als auch der Möbel- und Versandhandel spielen ganz vorne mit.

Die Vertriebswege beim Lebenden Grün

Die hauptsächlich kleinbetrieblich organisierten Gärtnereien sowie der Blumenfachhandel sind für den Bereich Lebendes Grün immer noch die am häufigsten gewählten Vertriebswege. Trotz alledem sinkt ihr Marktanteil auf 28 %. Vor allem die riesigen Baumärkte sowie Garten-Center, welche gemeinsam nun einen Marktanteil von mehr als 37 % erreichen, setzen diese Vertriebsformen sehr unter Druck und selbst die Baumschulen könnten in den vergangenen Jahren ihren Marktanteil erhöhen. Der Lebensmitteleinzelhandel mit den zahlreichen Filialsystemen kommt nunmehr auf einen Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Die Prognose für den Bereich Gartenhartware

In den kommenden Jahren erwartet man hinsichtlich der weiteren Entwicklung auf dem Markt in Bezug auf die Vertriebsstrukturen mit wenigen Veränderungen. Die Heimwerker- und Baumärkte werden über günstige Gartenartikel im Bereich Gartenhartware ihren Umsatzanteil in Höhe von 47 % belassen. Ihr Marktvolumen wird sich bis zum Jahr 2014 jedes Jahr um 0,9 % bis 1,7 % auf 5,7 Milliarden Euro steigern.

Die Vorhersage für den Bereich Lebendes Grün

Dagegen schätzt man das Potential für den Bereich Lebendes Grün erheblich geringer ein. Hier erwartet man bis zum Jahr 2014 ein Volumen in Höhe von 9,2 Milliarden Euro. Hierzu werden vor allem die Baumärkte sowie die Gärtnereien ihren Beitrag leisten.Diese halten gemeinsam einen Marktanteil in Höhe von 50 %.

Bild: © photolens – Fotolia.com

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