300 Mrd. für Osteuropa notwendig
Osteuropa steckt in einer schweren Krise. Am Rande des EU-Gipfeltreffens am heutigen Sonntag wurden Befürchtungen bekundet, dass für die Stützung der zehn neuen Beitrittsländer im schlimmsten Fall bis zu 300 Mrd. Euro notwendig seien. Diese müssten von den großen Staaten Westeuropas, die noch zahlungskräftig genug sind, geleistet werden. Nach Angaben osteuropäischer Politiker würde eine Zuspitzung der Krise im Osten des Kontinents zu einer erheblichen Belastung für die Solvenz des europäischen Bankensystems werden.
Viele westliche Banken involviert
Viele Kreditinstitute aus Westeuropa sind in den betroffenen Staaten involviert und könnten bei einem Kollaps in Schwierigkeiten geraten. Osteuropa verzeichnete in den letzten Jahren einen starken Aufschwung, der in großen Teilen durch Kredite finanziert worden war. Die Finanz- und Wirtschaftskrise bedroht nun zunehmend die Zahlungsfähigkeit der im Ausland hoch verschuldeten osteuropäischen Volkswirtschaften.
Merkel gegen generelles Hilfsprogramm
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich ablehnend gegenüber generalisierten Hilfeleistungen für die Region. Sie sagte, dass wie auch im Fall Ungarn die zuständigen Finanzinstitutionen erforderliche Hilfen leisten würden. Europa werde keine in Not geratenen Mitgliedstaaten zusammenbrechen lassen.
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