Alcon-Kauf durch Novartis von EU-Kommission genehmigt
Die Auflagen der EU-Kommission müssen zunächst erfüllt werden
Die EU-Kommission hat nun die Erlaubnis erteilt, dass das Pharmaunternehmen Novartis den Augenheilexperten Alcon aus Amerika kaufen kann. Jedoch muss das Schweizer Unternehmen einigen Auflagen nachgehen. Novartis muss sich zuvor von etlichen Produkten lösen. Dadurch soll der Kauf den Wettbewerb in Europa nicht wesentlich verschärft werden.
Die Beteiligung an Alcon und das Kaufangebot an die Minderheitsaktionäre
Im April 2008 übernahm Novartis einen Anteil in Höhe von 25 % an Alcon von dem Nahrungsmittelunternehmen Nestle aus der Schweiz. Zugleich hatte Novartis die Option auf ihre restliche 52 % bekommen. Diese Option zog Novartis nun im Januar 2010 vor und gleichzeitig bot das Unternehmen den Minderheitsaktionären, die einen Anteil von 23 % halten, eine Kaufofferte von 2,8 Novartis-Titeln je Alcon-Aktie an. Novartis beteiligt sich dann mit 77 % an Alcon und erhofft sich, den restlichen Anteil zu einem späteren Zeitpunkt zu bekommen.
Ausschuss der unabhängigen Verwaltungsräte wies die Offerte von Novartis ab
Dabei ist die Kaufpreishöhe von der Entwicklung des Aktienkurses abhängig. Jedoch würde nach Ansicht des Ausschusses der unabhängigen Verwaltungsräte von dem Augenheilexperten die Offerte unzureichend sein. Aufgrund dessen wies dieser Ausschuss das Angebot ab. Im letzten Jahr erwirtschaftete Alcon Umsätze von 6,5 Milliarden Euro, nachdem es zuvor 4,9 Milliarden Euro waren.
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