Teuerungsrate höher als erwartet
Die Inflation in Deutschland betrug amtlichen Angaben zufolge im Februar 1,0 Prozent bezogen auf das Preisniveau des Vorjahresmonats und legte damit zum ersten Mal seit dem vergangenen Sommer wieder zu. Im Januar waren die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent gestiegen. Experten hatten im Durchschnitt einen neuerlichen Rückgang auf 0,8 Prozent erwartet.
Viel hängt von den Energiepreisen ab
Die weitere Entwicklung der Inflationsrate hängt zu einem erheblichen Teil von den Energiepreisen ab. Da nach dem Platzen der Hausse an den Märkten für fossile Brennstoffe die Preise für Heizöl und Benzin in diesem Jahr geringer sind als vor Jahresfrist, wird die Inflation nach der Erwartung der meisten Volkswirte in den kommenden Monaten rückläufig sein. Einige Experten erwarten sogar niedrigere oder stagnierende Preise.
Geldpolitischer Spielraum für die EZB
Die Europäische Zentralbank peilt auf lange Sicht eine jährliche Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent für den gesamten Euroraum an. Mit 1,1 Prozent fällt der Inflationsdruck derzeit jedoch deutlich geringer aus. Experten halten deshalb eine baldige weitere Zinssenkung durch die EZB – vermutlich bereits Anfang März – für wahrscheinlich.
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