Fehlzeiten-Statistik weist ein 5-Jahres-Hoch aus
Die gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer in der BRD haben im 1. Halbjahr 2010 etwa vier Tage gefehlt. Dies ist im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres eine Erhöhung von 10 %. Im 1. Quartal 2010 meldeten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,66 % der Arbeitnehmer krank. Somit ist der Krankenstand auf dem höchsten Niveau bezüglich des Halbjahres in den letzten fünf Jahren.
Die Meldung am Stichtag
Jedoch gibt der Krankenstand, welcher dem Bundesgesundheitsministerium gemeldet wird, lediglich an, wie viele gesetzlich krankenversicherte Mitglieder mit einem Anspruch auf Krankengeld zu einem gewissen Stichtag (der 1. von einem Monat) einen Nachweis über die Arbeitsunfähigkeit eingereicht haben. Allerdings ist es nicht wichtig, ob zu dem Stichtag das Entgelt vom Arbeitgeber fortgezahlt wird oder ob das Mitglied Krankengeld von der Krankenkasse erhalten hat. Laut dem Ministerium kann man mit diesen Daten nicht nach den Ursachen forschen und Schlussfolgerungen hinsichtlich der Anzahl an Fehlarbeitstage je Jahr sowie die Abweichungen zur Sollarbeitszeit ziehen. Jedes Jahr wird im März der durchschnittliche Krankenstand des Vorjahres von dem Gesundheitsministerium publiziert.
Niveau des Krankenstandes geringer als in den 90er Jahren
Im 1. Halbjahr waren nach den derzeitigen Zahlen Frauen mit 3,77 % wesentlich öfter krank als das andere Geschlecht, die 3,41 % krank waren. Laut der Sprecherin Kaiserin sei es ein „relativ niedriges Niveau“. Diese Zahl lag in den 90er Jahren bei 5 %.
Die Untersuchungen und Begründungen der Experten
Heutzutage untersucht man ebenfalls weitere Krankheitsursachen (z. B. Stress am Arbeitsplatz). Die Arbeitsmarktexperten begründen die Erhöhung der Krankenstände insbesondere mit der wesentlich besseren konjunkturellen Lage. Dies führt dazu, dass die Arbeitnehmer im Falle einer Krankheit nicht mehr so viel Angst hätten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
© Werner Stapelfeldt – Fotolia.com
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