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Chinesische Wirtschaft wächst langsamer als bisher

Eingetragen am 19. Juli 2010 – 09:35Kein Kommentar

China WirtschaftIm Frühjahr kühlte sich die chinesische Wirtschaft etwas stärker ab als man gerechnet hatte. Das Land rechnet aufgrund der Schuldenkrise auf dem europäischen Kontinent mit einem Rückgang im Exportbereich. Jedoch bremste auch die Regierung den Boom.

BIP wächst langsamer als zum Jahresanfang

Im 2. Quartal 2010 stieg das BIP (Bruttoinlandsprodukt) um 10,3 % an. Dies ist ein erheblich langsameres Wachstum als am Jahresanfang, als das BIP noch 11,9 % wuchs. Analysten erwarteten ein Wachstum von 10,5 %, wobei laut dem Behördensprecher Sheng Laiyun der Anstieg „immer noch sehr hoch“ ist und das minimale Abkühlen könne der chinesischen Wirtschaft dabei helfen, sich nicht zu überhitzen. Jedoch steigt an den Märkten die Sorge, dass die chinesische Regierung zu stark drosselt und somit auch die Weltwirtschaft nicht mehr allzu stark wächst.

Schuldenprobleme in Europa könnten dem Exportgeschäft in China Probleme bereiten

Hinsichtlich des Exportgeschäftes sorgt sich China wegen der Schuldenkrise in Europa um eine mögliche Delle. Laut Sheng machten sich die Schuldenschwierigkeiten der Euro-Staaten bis jetzt noch nicht allzu sehr bemerkbar, da die Firmen über einen immensen Auftragsbestand verfügen. Jedoch würde der Druck auf die Exportfirmen „spürbar zunehmen“. Sowohl Spanien als auch Griechenland sowie weitere Länder strichen Ausgaben und erhöhten die Steuern, sodass dies die Nachfrage nach Gütern, die in China hergestellt werden, dämpfen könnte.

Chinesische Regierung bremst den Aufschwung

Die Regierung drosselte ebenfalls den Aufschwung, indem sie beispielsweise die Darlehensvergabe für den Hauskauf eingeschränkt hat. Dadurch soll eine Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt verhindert werden. Ferner wird langsam das 400-Milliarden-Euro hohe Konjunkturprogramm auslaufen, welches Peking im Jahr 2009 platziert hatte. Mit diesem Konjunkturprogramm sollten die Auswirkungen der globalen Rezession für China abgefedert werden.

Die Prognosen für 2010 und 2011 – Die wichtigsten Handelspartner von China

Analysten rechnen damit, dass das Wachstum der weltweit drittgrößten Ökonomie in 2010 etwa 10 % sowie im nächsten Jahr 9 % betragen wird. Der wichtigste Geschäftspartner von den emporstrebenden Schwellenländern (z. B. Südafrika, Indien, Brasilien) ist China. China verhalf selbst Deutschland bei seinem Aufschwung, weil die Geschäfte in der Volksrepublik immer besser laufen. Dabei haben die Autohersteller Mercedes und BMW ihre Verkaufszahlen im 1. Halbjahr 2010 verdoppelt und der Absatz von Audi stieg um etwa zwei Drittel.

© Bithja Isabel Gehrke – Fotolia.com

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