Nur bei einzelnen Lebensmittelprodukten erfolgen Preisschlachten
Im Jahr 2009 gab es im Lebensmittelbereich zahlreiche Preissenkungen. Hierbei fokussierte man sich auf Produkte, welche die Konsumenten relativ oft erwerben. Jedoch erhöhte man bei manch anderen Produkten die Preise.
Die Entwicklung der Preise von 275 Warengruppen
Die Marktforscher von GfK sowie von SAP führten eine Gemeinschaftsstudie durch. Hier analysierten sie 275 Warengruppen des alltäglichen Bedarfs. In 2009 stellte man bei 113 Warengruppen Preissenkungen fest. Jedoch fanden bei 161 Warengruppen Preiserhöhungen statt und bei einer Warengruppe ergab sich bei den Durchschnittspreisen keine Veränderung.
Große Preissenkungen bei Milch- und Molkereiprodukten
Bei der Milch ergab sich mit etwa 20 % die größte Preissenkung. Selbst bei weiteren Molkereiprodukten (z. B. Quark mit 13,5 %, Kaffeesahne bzw. Kondensmilch mit 13,3 %, Schnittkäse mit 9,2 %) senkte man im Vergleich zu dem Durchschnittspreis vom Jahr 2008 den Preis. Von der Preisschlacht im Jahr 2009 waren sowohl die Molkereien als auch die Milchbauern am stärksten betroffen. Jedoch stieg der Preis bei Honig um 20 %, weil es eine Bienenkrankheit gab, wodurch das Angebot knapp wurde.
Der Preis eines Produktes folgt den Entwicklungen an den Energie- und Rohstoffmärkten
Ferner kann man große Preisveränderungen normalerweise bei solchen Produkten sehen, für deren Produktion man entweder eine riesige Menge an Rohstoffen oder sehr viel Energie braucht. Der Preis für ein Gut folgt unabhängig von der Nachfrage den Entwicklungen, die es an den Energie- und Rohstoffmärkten gibt. Selbst die gestiegene Nachfrage in der Welt bzw. eine geringe Ernte kann dazu führen, dass die Lebensmittel teurer werden.
40 Warengruppen mit kaum Preisspielräumen
In 2009 ging die Preisschlacht über all jene 40 Warengruppen hinaus, welche für die Händler nur wenig Spielräume zugelassen haben. Hierzu zählen neben Schokolade, Joghurt und Kaffee auch noch Fruchtsäfte und Butter. Die neuen Preise würden von den Konsumenten nicht lange unentdeckt bleiben, sodass schon minimale Preissteigerungen zu riesigen Rückgängen beim Absatz führen können. Diese 40 Warengruppen, die hart umkämpft sind, stehen für circa 50 % des Umsatzes mit Waren, die man für den alltäglichen Bedarf benötigt.
Keine oder kaum Preisvorstellungen bei 230 Warengruppen
Die Verbraucher haben bei fast 230 Warengruppen entweder nur kaum oder keine Preisvorstellungen. Hierzu zählen beispielsweise Süßstoff, Gewürze und Waren zur Pflege von Möbeln. Aufgrund des harten Wettbewerbs haben sich die Händler davor gescheut, in diesem Bereich Preise zu erhöhen.
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