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Produzierendes Gewerbe verzeichnet vollere Auftragsbücher

Eingetragen am 10. Juli 2010 – 10:33Kein Kommentar

Produzierendes GewerbeDie Auftragsbücher sind nun wesentlich voller. Im Mai war die Produktion von deutschen Unternehmen wesentlich höher als man gerechnet hatte. Im Vergleich zum vorherigen Monat stieg der Ausstoß von Industrie, Energie- sowie Bauwirtschaft um 2,6 %. Experten rechneten mit einer Steigerung von nur 0,9 %.

Die Aufträge im April und Mai

Im Mai bekam die Industrie nicht so viele Großaufträge. Aufgrund dessen verzeichnete sie zum ersten Mal im Jahr 2010 bei der Nachfrage einen minimalen Rückgang. Jedoch ergab sich im April eine relativ hohe Steigerung von 3,2 %.

Im Mai wurde mehr produziert

Die Unternehmen hatten deshalb im Mai mit einer Produktionssteigerung reagiert. Die Produktion stieg um 3,4 %. Die Produzenten von Anlagen, Maschinen, Fahrzeugen sowie weiteren Investitionsgütern produzierten 4,6 % mehr.

Die Produktionssteigerung bei Herstellern von Vorleistungsprodukten, Konsum- und Gebrauchsgüter

Dagegen erhöhten die Konsumgüterhersteller ihre Produktion lediglich um 1,7 %. Ferner stellten die Produzenten von Gebrauchsgütern 5,4 % mehr her. Die Produktion der Hersteller von Vorleistungsprodukten (z. B. Chemikalien, Metalle) legte um 3,2 % zu.

Fertigung im Bauhauptgewerbe und Energiebereich sank

Jedoch senkten das Bauhauptgewerbe sowie der Energiebereich ihre Fertigung um 2,3 % bzw. 3,2 %. Dennoch sorgt sich das Wirtschaftsministerium nicht um den Rückgang auf dem Bau. Das höhere Niveau, welches durch die große Frühjahrsbelebung gekommen ist, hat sich im Bauhauptgewerbe trotz des derzeitigen Rückgangs nahezu gleich gehalten.

Wachstum würde nach Ansicht von Klaus Schrüfer von der SEB langsamer werden

Klaus Schrüfer von der SEB erwartet ein Wachstum von zumindest 1 %. Seiner Ansicht nach sollte man derzeit „nicht von einem nachhaltigen Aufschwung sprechen“, weil die Unsicherheit immer noch recht hoch ist. Nach dem 2. Quartal wäre eine Wachstumsverlangsamung ersichtlich. Fraglich ist, wie erheblich sowohl das Senken der Staatsverschuldung als auch das Beenden der Konjunkturprogramme „die Konjunktur bremsen“ werden.

Industrieproduktion könnte im 2. Quartal gestiegen sein

Ralph Solveen von der Commerzbank ist der Ansicht, dass die Investitionen anspringen, wodurch das 2. Quartal recht kräftig ausfallen wird. Dabei könnte die Industrieproduktion um mindestens 4 % zugelegt haben. Anschließend würde der Boom „weitergehen, aber nicht in dem Tempo“. Seiner Ansicht nach müsse man nicht mit einem Rückfall in den Abschwung rechnen, sofern „sich die Schuldenkrise nicht noch einmal dramatisch verschärft“.

© Vasily Smirnov – Fotolia.com

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