HRE: Geschäfte außerhalb der Bilanz aufgetaucht
Die Schieflage der Münchner Hypo Real Estate umfasst offenbar ein deutlich größeres Volumen als bislang bekannt. Nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung wurden Geschäfte getätigt, die nicht in der Bilanz auftauchen. Die offizielle Bilanzsumme der HRE beläuft sich auf 400 Mrd. Euro, zusammen mit den zusätzlichen Posten ergibt sich dem Zeitungsbericht zufolge ein Gegenwert der Verbindlichkeiten des Institutes von einer Billion Euro.
Laufende Refinanzierung erforderlich
Die Verbindlichkeiten der Bank müssen laufend refinanziert und verzinst werden. Da die Hypo Real Estate kein Einlagengeschäft betreibt, kann dies ausschließlich über den Kapitalmarkt erfolgen. Die Bedingungen dort aber sind infolge der Finanzkrise sehr schlecht und einer der Gründe für die Notsituation der Bank. Die Bundesregierung hat bereits mit 102 Mrd. Euro für die Verbindlichkeiten des Institutes gebürgt.
Flowers will 3,00 Euro je Aktie
Der Finanzinvestor JC Flowers, der einen großen Teil der Aktien der HRE hält, verlangt vom Staat für seinen Anteil 3 Euro je Aktien und beruft sich damit auf den Kurs, der vor den Gerüchten um die Verstaatlichung am Markt erzielt worden war. Die Bundesregierung will schnellstmöglich die vollständige Kontrolle über die HRE erlangen, um einen Zusammenbruch der systemrelevanten Bank zu verhindern.
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