BDI verbessert Prognose – Exportmotor von Deutschland wieder angesprungen
Im Jahr 2010 prognostiziert die Industrie in Deutschland bei den Exporten ein wesentlich größeres Wachstum als man bislang erwartet hatte. Laut dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Werner Schnappauf, hält der BDI für das aktuelle Jahr ein Wachstum bei den Exporten von 8 % für möglich. Der BDI ist bisher von etwa 4 % ausgegangen. Dabei wird vorausgesetzt, dass die positive Weltwirtschaftsentwicklung keine erheblichen Rückschläge erleidet.
Deutschland könnte sich durch die weltweite Nachfrage aus der Krise retten
Laut Schnappauf ist „der deutsche Exportmotor […] wieder angesprungen“. Die weltweite Nachfrage nach den Produkten mit den drei Worten „Made in Germany“ kann Deutschland aus der Krisensituation ziehen. Vor allem die Aussichten der Elektro- und Chemieindustrie wären immer noch recht positiv.
Trotz Wachstum gibt BDI eine Warnung heraus
Jedoch hatte der BDI-Hauptgeschäftsführer zugleich gewarnt, dass es bislang kein selbsttragendes Wachstum in der BRD gibt. Die Exporte stiegen in den letzten drei Quartalen im Vergleich zu dem jeweiligen Vorquartal durchschnittlich um 4,5 %. Trotz dieser Erhöhung betrugen die Exporte wegen des Einbruchs bei den Exporten in der Wirtschaftskrise im 1. Quartal 12 % weniger als im Vorjahr.
Weitere Risiken im Welthandel müssen angegangen werden
Der BDI-Geschäftsführer hatte zudem vor den weiteren Risiken für den weltweiten Handel gewarnt. Statt die Handelshemmnisse zu minimieren, erhob man zwischen November und April unter den Industrie- und Schwellenländern, die zu den G-20-Staaten gehören, 73 neue Handelshemmnisse. Dagegen hatte man lediglich 18 Handelsbeschränkungen entweder abgebaut oder sie sind ausgelaufen. Deshalb erwartet der BDI von den Regierungen raschere Fortschritte beim Regulieren der Finanzmärkte und ein größeres Engagement gegen Wettbewerbsverzerrungen sowie Handelsbeschränkungen.
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