Japan plant Verdoppelung der Wachstumsprognose
Die Regierung von Japan erwartet womöglich ein erheblich höheres Wirtschaftswachstum als man bisher angenommen hat. Aufgrund der starken Ausfuhren nach China und der erhöhten Binnennachfrage plant die japanische Regierung ihre Wachstumsprognose für das aktuelle Geschäftsjahr, das bis März 2011 läuft, von 1,4 % auf 2,6 % zu erhöhen. Dies wäre zum ersten Mal seit drei Jahren, dass die weltweit zweitgrößte Ökonomie eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts von über 2 % erwirtschaftet.
Die Maßnahmen zum Sanieren der Staatsfinanzen
Im 1. Quartal 2010 wuchs die Wirtschaft Japans im Vergleich zum vorherigen Quartal um 1,2 %. Neben der Veröffentlichung der neuen Jahresprognose will die japanische Regierung Maßnahmen beschließen, um die Staatsfinanzen zu sanieren und man will eine große Steuerreform machen. Ferner will man auch über das Erhöhen der Umsatzsteuer von aktuell 5 % auf womöglich 10 % reden. Das Entscheiden über eine politisch gesehen sehr sensible Erhöhung der Steuer dürfte nicht vor der Wahl des Oberhauses am 11. Juli geschehen.
Japan will das Hauptquartier für ausländische Firmen in Asien werden
Bei der Wachstumsstrategie will man zudem die Unternehmenssteuer, die im weltweiten Vergleich recht hoch ist, von aktuell etwa 41 % auf 25 % senken. Japan soll in Verbindung mit Subventionen und der Senkung der Unternehmenssteuer zu einem Asien-Hauptsitz für ausländische Firmen werden. Außerdem soll in den kommenden zehn Jahren mithilfe von Investitionen in Wachstumsbereichen (z. B. Energie, Umweltschutz, Tourismus, Alten- und Krankenpflege) ein Realwachstum von zumindest 2 % pro Jahr erwirtschaftet werden.
Die Schaffung von vielen Arbeitsplätzen und die Probleme der japanischen Wirtschaft
Durch das Schaffen einer weiteren Gesamtnachfrage in Höhe von 123 Billionen Yen (umgerechnet 1,1 Billionen Euro) sollen dadurch so rasch wie möglich fünf Millionen neue Stellen aufgebaut werden. Ferner soll die Arbeitslosenquote von aktuell 5 % auf unter 4 % gesenkt werden. Die größte Hürde für ein Wachstum sind die ständig fallenden Preise. Weiterhin gefährdet die schnelle Yen-Erhöhung die relevanten Exporteinnahmen.
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