Bank of England wirft die Notenpresse an
Die Bank of England will durch weitergehende geldpolitische Maßnahmen den Geldkreislauf in der Wirtschaft des Vereinigten Königreichs wieder in Schwung bringen und setzt dabei auf ungewöhnliche Maßnahmen. Da der Leitzins bereits nahe null Prozent liegt, soll durch den Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren die Geldmenge ausgeweitet werden. Die Finanzierung solcher Offenmarktoperationen erfolgt durch die Schöpfung neuen Geldes.
Schleppende Kreditvergabe bedroht Wirtschaft
Die schleppende Kreditvergabe bedroht die Wirtschaft im Königreich und stürzte es bereits in die stärkste Rezession seit vielen Jahren. Wenn Banken an Verbraucher und Unternehmen weniger Finanzmittel bereitstehen, droht ein massiver Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage durch eine Verringerung von privatem Konsum und gewerblichen Investitionen. Die Notenbank will deshalb das Finanzministerium um die Erlaubnis für die angekündigten Maßnahmen bitten.
Wirkung ungewiss
Ob die angekündigte weitere Lockerung der Geldpolitik ihre Wirkung zeigen und zu einer Verbesserung des Geldflusses führen wird, ist nach Ansicht von Experten ungewiss. In den letzten Monaten hatten die Notenbanken rund um den Globus bereits umfangreiche geldpolitische Maßnahmen durchgeführt, ohne dass bislang eine Entschärfung der Bankenkrise zu erkennen ist.
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