Rezession noch stärker als erwartet
Die Rezession in Deutschland ist offenbar noch stärker als bislang befürchtet. Das Statistische Bundesamt legte Zahlen vor, nach denen die Wirtschaftsleistung der BRD im vierten Quartal 2008 um 2,1 gegenüber dem Vorquartal geschrumpft ist. Analysten hatten einen Rückgang um durchschnittlich 1,8 Prozent prognostiziert. Der Rückgang ist der stärkste seit 1949 und zudem der dritte Quartalrückgang in Folge.
Krise trifft alle Bereiche
Der Produktionsrückgang wurde durch einen Rückgang der Investitionen sowie einen Einbruch des Exports gleichermaßen verursacht. Auch die Konsumenten waren – allen Hoffnungen zum Trotz -weniger aktiv und schränkten ihre Ausgaben ein. Nach Ansicht des ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup wird sich die Krise noch mindestens bis zur Mitte des Jahres fortsetzen. Dann erst würden die staatlichen Konjunkturprogramme wirken.
Exportweltmeister Deutschland leidet stärker als andere
Der Export, der in den letzten Jahren das Zugpferd der deutschen Wirtschaft war, verursacht nun dem Exportweltmeister Deutschland besonders große Probleme. Etwa vierzig Prozent der Wirtschaftsleistung entfallen auf den Export. Die weltweite Rezession, die zu einer sinkenden Nachfrage nach Gütern aus dem Ausland führt, trifft Deutschland deshalb besonders stark. Der Rückgang des BIP fiel hierzulande deshalb auch stärker aus als in allen anderen Staaten des Euro-Raumes.
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