Solarzellenproduzent Q-Cells übertraf die Erwartungen der Analysten
Der Solarzellenproduzent Q-Cells konnte zum Jahresbeginn die Verluste erheblich minimieren. Die Firma konnte sich besser entwickeln als die Analysten prognostiziert hatten. Das EBITDA (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag im 1. Quartal bei 18,8 Millionen Euro und somit erwirtschaftete man zum ersten Mal seit einem Jahr einen Gewinn. Im Vorjahr erzielte man einen Verlust in Höhe von 160 Millionen Euro und die Analysten prognostizierten für das 1. Quartal einen Gewinn von nur sechs Millionen Euro.
Eine große Trendwende beim EBIT und Nettoverlust
Das operative Ergebnis (EBIT) ergab ein Minus in Höhe von 9,3 Millionen Euro. Im Vorjahr lag das EBIT bei 275 Millionen Euro. Ferner lag der Nettoverlust im weiter geführten Geschäft bei 9,6 Millionen Euro und mit den bereits eingestellten Geschäftsbereiche bei Minus 46,4 Millionen Euro.
Erwartungen beim Umsatz deutlich übertroffen
Selbst beim Umsatz fiel das Ergebnis recht positiv aus. Denn der Umsatz von Q-Cells lag bei 232,3 Millionen Euro, nachdem man im vorherigen Jahr 224,6 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Ferner prognostizierte man einen Umsatz, welcher etwa 20 Millionen Euro unter dem tatsächlich erzielten Umsatz lag.
Die Prognosen für das aktuelle Jahr
Laut dem Unternehmenschef Nedim Cen sieht man anhand den Zahlen für das 1. Quartal 2010, dass das Unternehmen in Bezug auf die Neuausrichtung sowie die Restrukturierung auf dem richtigen Pfad entlang geht. Laut früheren Daten will Q-Cells für das aktuelle Jahr nach dem Betriebsverlust in Höhe von 486 Millionen Euro aus dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses erzielen. Dabei soll der Umsatz zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro betragen. Dabei brach der Umsatz im letzten Jahr um ein Viertel auf 801 Millionen Euro ein.
Die Umstrukturierungsmaßnahmen und Neuausrichtung von Q-Cells
Bislang konnte sich Q-Cells zu den führenden Produzenten von Solarzellen zählen. Nun plant das Unternehmen, sich zu einem kompletten Anbieter von Photovoltaikanlagen zu verändern. Mithilfe des erweiterten Geschäftsmodells will Q-Cells wieder schwarze Zahlen schreiben. Beim erweiterten Geschäftsmodell erfolgt eine Abdeckung der ertragreichen Segmente der Wertschöpfungskette von der Solarzelle bis hin zu dem Modul.
Bild: © Eberhard RUDERT – Fotolia.com
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