Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister dank Auftragsbestand optimistisch
Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister könnte nun die Talsohle hinter sich gelassen haben. Zumindest ist das Management von Gildemeister zu dieser Meinung gekommen. Dennoch brach der Umsatz im 1. Quartal ein. Trotz alledem erholen sich die Geschäfte des Werkzeugmaschinenbauers Gildemeister recht langsam und man verzeichnet bereits zu Beginn des Jahres einen erheblichen Auftragseingang.
Rückgang beim Umsatz, EBIT und Nettoverlust
Gildemeister verzeichnete aufgrund der schwachen Auftragssituation im letzten Jahr Verluste. Am Dienstag gab Gildemeister bekannt, dass der Umsatz im 1. Quartal um ein Viertel auf 244,4 Millionen Euro eingebrochen ist. Beim EBIT (operativ) konnte der Werkzeugmaschinenbauer einen Rückgang von 11,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: + 15,5 Millionen Euro) verzeichnen. Ferner lag der Nettoverlust bei 14,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: + 6,5 Millionen Euro) und somit lag der Werkzeugmaschinenbauer innerhalb der Prognosen der Analysten.
Vorstand durch positive Entwicklung beim Auftragseingang optimistisch
Dennoch stimmt der Auftragseingang den Vorstand recht optimistisch. Schließlich konnte der Auftragseingang innerhalb der ersten drei Monate um 28 % auf 302,3 Millionen Euro zulegen. Laut dem Unternehmen sei die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen „noch auf niedrigem Niveau, zeigt jedoch Erholungstendenzen“.
Jahresprognose wurde bestärkt – Solargeschäft wird immer wichtiger
Ferner hatte Gildemeister die Jahresprognose bekräftigt, bei welcher der Auftragseingang und der Umsatz circa 1,2 Milliarden Euro erzielen werden. Dies ist nur ein wenig mehr als im vorherigen Jahr. Der Unternehmenschef Rüdiger Kapitza erhofft sich nach früheren Aussagen Impulse vor allem aus dem Solargeschäft. Das Solargeschäft machte Ende 2009 den Großteil des Auftragsbestandes aus.
Der größte Geschäftseinbruch seit langem
Der Maschinenbau musste im Vorjahr aufgrund der Wirtschaftskrise den größten Geschäftseinbruch seit mehr als 50 Jahren hinnehmen. Bei dem Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister gingen die Aufträge um 39 % zurück. Der damalige hohe Auftragsbestand konnte man im Vorjahr zum größten Teil abarbeiten und hatte das Unternehmen im Jahr 2009 noch vor roten Zahlen bewahrt.
Bild: © Marijan Kucan – Fotolia.com
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