Chinesische Mindestreserve muss wieder angehoben werden
Zum dritten Mal im Jahr 2010 erhöhte China die Anforderungen bezüglich der Mindestreserve für Banken. Dadurch wurde die Geldpolitik weiter gestrafft. Schließlich will man eine wirtschaftliche Überhitzung vermeiden.
Die höhere Mindesteinlage dämpft die stark wachsende Wirtschaft
Ab dem 10. Mai 2010 müssen die Geschäftsbanken von China eine Mindesteinlage bei der Notenbank hinterlegen, die um 0,5 Prozentpunkte erhöht wurde. Am Sonntag veröffentlichte dies die Chinesische Volksbank (PBOC). Dieses Vorgehen kann etwas Hitze aus der Wirtschaft nehmen. Denn die Wirtschaft ist nach dem Krisenjahr wieder auf einem immensen Wachstumskurs.
Die Probleme durch die steigenden Mindestreserve-Anforderungen
Die vorherigen Erhöhungen von den Mindestreserve-Anforderungen waren zum Teil der Grund für die erheblichen Verluste an den internationalen Aktienmärkte. Die Anleger befürchten, dass durch das große Wachstum gekennzeichnete China an Dampf verliert. Zudem entfachten diese Erhöhungen die Spekulationen über eine mögliche Aufwertung der chinesischen Landeswährung Yuan.
Landeswährung soll nicht stark steigen
Allerdings hatte die chinesische Regierung die Absicht bestärkt, die Landeswährung nicht sehr stark ansteigen zu lassen. Goldman Sachs schätzt ein, dass eine moderate Kurserhöhung immer noch wahrscheinlich ist. Dennoch sei die Veränderung der Mindestreserve-Anforderung von dieser Kurserhöhung aller Voraussicht unabhängig.
Die Folgen der höheren Mindestreserve
Jetzt müssen die Banken wesentlich mehr Geld bei der Zentralbank anlegen und dadurch werden nicht mehr so viele Darlehen vergeben. Die Investitionen sollen somit gedämpft werden. Die Zentralbank entzieht mit der aktuellen Mindestreserve-Anforderung dem Bankensystem etwa 33 Milliarden Euro. Die Notenbank macht sich über die höheren Lebenshaltungskosten und höheren Preissteigerungen im Immobilienbereich Sorgen.
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