Sparen bei Finanzen und Co.: Girokonto und Dispokredit bieten größtes Potenzial
Die Bundesbürger verschwenden Jahr für Jahr Geldbeträge im Milliarden-Bereich für überflüssige und überteuerte Finanzprodukte. Durch das Überprüfen aller Verträge und den gezielten Wechsel zu einem anderen Anbieter mit günstigeren Konditionen lassen sich in manchen Haushalten 1.000 Euro und mehr im Jahr sparen. Das größte Potenzial bieten in der Praxis Girokonto und Dispositionskredit. Banken machen sich hier die Bequemlichkeit ihrer Kunden besonders zunutze und verlangen überhöhte Gebühren in dem Wissen, dass der Großteil der Kunden trotz üppiger Abrechnungsposten nicht wechseln wird.
500 Euro Dispozinsen im Jahr keine Seltenheit
Der Dispokredit zählt zu den beliebtesten Darlehen der Deutschen. Einmal eingeräumt, kann er jederzeit ganz ohne Formalitäten genutzt werden. Der Haken: Viele Banken lassen sich die Flexibilität mit außerordentlich hohen Zinsen bezahlen, die nicht selten nahe am Wucher sind. Bei Großbanken und Sparkassen werden schnell 15 Prozent Zinsen im Jahr für in Anspruch genommene Teile des Kontokorrentkredits fällig. Die Höhe des eingeräumten Rahmens orientiert sich am monatlichen Nettoeinkommen: In der Regel stellen ihren Banken das Dreifache eines Einkommens als Dispo zur Verfügung. Bei 2.000 Euro Nettoeinkommen macht das 6.000 Euro. Viele Kunden neigen dazu, ihren Dispo chronisch auszunutzen. Die Konsequenz lässt sich auf den Cent genau absehen: Bei einem durchschnittlichen Negativsaldo von 5.000 Euro 15 Prozent Sollzins fallen jedes Jahr 750 Euro Zinsen an.
Wechseln lohnt fast immer
Sofern der Ausgleich des Kontos in einer solchen Situation nicht möglich ist, sollte über Finanzierungalternativen nachgedacht werden. Ein Raten- oder Rahmenkredit kommt dabei ebenso in Betracht wie der Wechsel zu einer anderen Bank, deren Dispozinsen niedriger sind. Ungeachtet der Wucherzinsen mancher Institute finden sich durchaus Banken, die weniger als 8 Prozent im Jahr verlangen und auch sonst günstige Konditionen bieten. Der Konto-Wechsel ist zusätzlich empfehlenswert, wenn nicht nur viele Sollzinsen, sondern darüber hinaus auch hohe Gebühren bezahlt werden müssen. Je nach Bank werden für Konto und Kartenausstattung bis zu 200 Euro im Jahr fällig –nutzungsabhängige Entgelte nicht inbegriffen. Auch hier finden sich mit vertretbarem Rechercheaufwand günstige Alternativen –wenn die Bequemlichkeit es denn zulässt.
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