Immobilienfinanzierung: Mit Kredit-Mix günstig ins Eigenheim
Der Weg in die eigenen vier Wände führt fast immer über einen Kredit. Je nach Lebenssituation, bereits erfolgter Ersparnisbilldung und Marktlage bieten sich verschiedene Finanzierungskonzepte an. Eine erprobte und gelungene Möglichkeit besteht in der Kombination mehrerer Kreditkarten. Dazu zählen Bauspardarlehen, Kredite aus Förderprogrammen der öffentlichen Hand, Darlehen mit staatlicher Förderung und klassische Hypothekenkredite.
Unabhängig von der Art des gewählten Finanzierungs-Mix´ sollte ein solider Eigenkapitalanteil die Grundlage für jede Eigenheimfinanzierung darstellen. Etwa 20 Prozent der Erwerbskosten sowie sämtliche Erwerbsnebenkosten sollten aus eigener Kraft gestemmt werden. Mit zu wenig Eigenkapital steigen nicht nur die Finanzierungskosten an. Im Fall der Veräußerung des Objektes nach einigen Jahren ist auch mit ungedeckten Verlusten zu rechnen.
Bausparvertrag und Festgeldkonto als Eigenkapitalbasis
Der Eigenkapitalanteil sollte nicht vollständig über einen Bausparvertrag angespart werden, auch wenn dieser als klassisches Finanzierungsinstrument gilt. Etwa 10 Prozent des Kaufpreises sollten durch Guthaben im Bausparvertrag abgedeckt sein. Weitere 10 Prozent können durch einfache und sichere Geldanlagen angespart werden. Tages- und Festgeldkonten eignen sich zu diesem Zweck sehr gut. Ein weiteres Zehntel der Erwerbskosten kann dann mit einem günstigen Bauspardarlehen finanziert werden, das aus dem Bausparvertrag resultiert. Für die verbleibenden 70 Prozent sollten zunächst alle staatlichen Hilfen ausgeschöpft werden. Insbesondere mit Krediten aus Finanzierungsprogrammen der öffentlichen Hand lässt sich oft sparen. Das gilt besonders, wenn am Haus bauliche Maßnahmen mit ökologischem oder energetischem Mehrwert durchgeführt werden.
Immobilienkredit: Die Hausbank ist ein schlechter Ansprechpartner
Der Teil der Finanzierung, der aus Hypothekenkredite von privaten Banken gedeckt werden muss, erfordert einen besonders umfassenden Vergleich. Die Konditionen variieren stark zwischen den Anbietern auf dem Markt. Die Hausbank ist für gewöhnlich kein guter Ansprechpartner. Deutlich günstigere Zinsen als bei Bank oder Sparkasse um die Ecke finden sich bei Hypothekenmaklern und Direktbanken (letztere greifen sehr häufig auf erstere zurück). Wird der Kredit während einer Niedrigzinsphase aufgenommen, sollte eine Zinsbindung über 10 bis 15 Jahre vereinbart werden. Ob eine längere Zinsbindung sinnvoll ist, hängt vom Aufschlag auf den Zinssatz dafür ab. Fällt dieser moderat aus, spricht nichts gegen eine Zinsfestschreibung auch über 20 oder 25 Jahre, weil der Kredit nach Ablauf von 10 Jahren ohnehin gekündigt und umgeschuldet werden kann, wenn sich später noch günstigere Möglichkeiten auftun.
Bild: © Alterfalter – Fotolia.com
Ähnliche Beiträge:
- Immobilienfinanzierung: So sparen Sie Eigenkapital an Zwischen zehn und dreißig Prozent Eigenkapital gelten für eine Immobilienfinanzierung als angemessen. Wer bauen oder kaufen möchte und nicht...
- Mit einem Riester-Bausparvertrag das Eigenheim finanzieren Viele möchten in etlichen Jahren ein Eigenheim bauen. Mit dem Riester-Bausparvertrag kann man dafür vorsorgen. Sowohl Huk Coburg als...
- Eigenheim: Bausparen bleibt trotz Niedrigzinsphase ein Mittel zum Zweck Bausparverträge bleiben trotz der anhaltend niedrigen Hypothekenzinsen ein wichtiger Baustein bei der langfristigen Finanzierungsplanung. Wer in fünf bis zehn...
- Immobilienfinanzierung: Flexibilität ist Trumpf Finanzberater warnen: Die Deutschen nehmen sich selbst bei der Finanzierung ihrer eigenen vier Wände zu viel Flexibilität und vernachlässigen...
- Immobilienfinanzierung: Maß halten trotz Niedrigzinsen Die Zinsen am Markt für Immobilienfinanzierungen sind derzeit ausgesprochen günstig. Die erstklassigen Konditionen sollten jedoch nicht dazu verleiten, mehr...

