Wohnungsunternehmen GSW wird nun an die Börse gehen
Der genaue Termin steht endlich fest. Das Berliner Wohnungsunternehmen GSW plant, im 2. Quartal den Börsengang durchzuführen. Der Konzern strebt eine Notierung in dem Prime Standard von der Frankfurter Börse und an der Börse in Berlin an. Dies teilte die Firma am Freitag mit und hatte dadurch zum ersten Mal auf offizieller Weise die Pläne für ein IPO (Initial Public Offering) bestätigt.
Das Ziel des Börsengangs
Allerdings nimmt das Wohnungsunternehmen GSW keine Stellung zu dem angedachten Emissionserlös. Die Firma hatte nur mitgeteilt, dass die Mittel auch um Stärken der Eigenkapitalbasis sowie dem Abbau der Verbindlichkeiten dienen sollen. Der Gang an die Börse wird sowohl von der Deutschen Bank als auch von Goldman Sachs begleitet und zudem stehen HSBC Trinkaus, Commerzbank sowie Berenberg in der zweiten Reihe.
Der Umfang von IPO
In der letzten Woche erfuhr Reuters aus Kreisen, dass die Eigentümer von dem Konzern GSW (der Finanzinvestor Cerberus sowie der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall) über 50 % am Wohnungsunternehmen Anfang Mai den Börsengang durchführen wollen. Man veranschlagt den Eigenkapitalwert auf etwa 950 Millionen Euro, sodass das IPO auf etwa eine halbe Milliarde Euro kommen könnte. Somit wäre es für GSW möglich, in den Nebenwerteindex MDax zu kommen, in welchem schon der Konkurrent Gagfah notiert ist.
Einige Kennzahlen von GSW
Insgesamt werden etwa 67.000 Wohnungen durch die GSW verwaltet und somit auch ein Riese in der Hauptstadt. Man bewertete Ende 2009 das Immobilienportfolio mit etwa 2,6 Milliarden Euro. Im letzten Jahr erhöhte sich das konsolidierte operative Ergebnis (sog. EBIT) um 43 Millionen Euro auf 229 Millionen Euro. Ferner stieg der Konzernjahresüberschuss von 108 Millionen Euro auf 172 Millionen Euro.
Bild: © Alexey Khromushin – Fotolia.com
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