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Unternehmensverkauf ist auch 2010 problematisch

Eingetragen am 8. April 2010 – 12:07Kein Kommentar

Die Anzahl an Übernahmen sowie Fusionen im Mittelstand von Deutschland ist im letzten Jahr aufgrund der Rezession erheblich gesunken. Sowohl die Finanzinvestoren als auch die Unternehmen halten sich bei den Kauf von anderen Firmen zurück. Dies wirkt sich negativ für sämtliche Mittelständler aus, welche auf kurzfristige Sicht die Nachfolge bestimmen oder das Unternehmen veräußern müssen.

In gewissen Branchen treten Fusionen und Übernahmen gehäuft auf

Laut dem Geschäftsführer der Investmentbank Close Brothers, Sascha Pfeiffer, warten die Firmen oder sie verkaufen momentan nicht, sofern es keinen triftigen Grund für das Verkaufen gibt. Beispielsweise gibt es Transaktionen, bei welchen nicht einmal ein einziger Käufer interessiert ist. Allerdings gibt es in gewissen Branchen auch Ausnahmen, bei denen die Nachfrage riesig ist. Zu diesen Branchen zählen z. B. erneuerbare Energien, Gesundheit oder aber auch Informationstechnologie.

Der Trend bei unterschiedlichen Unternehmenswerten

Jedoch milderten diese einzelnen, positiven Transaktionen den schlechten gesamten Trend nicht viel ab. Laut dem Datenanbieters Thomson Reuters sank der Markt für die Fusionen sowie Übernahmen (Mergers & Acquisitions, kurz: M & A) bei den Deals mit einem Unternehmenswert von höchstens 500 Millionen Dollar um 36 % auf etwa 22 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich verzeichnete man im Bereich bis zu 50 Millionen Dollar einen Rückgang von 32 %.

Die Gründe

Zunächst muss man das Finanzierungsproblem lösen. Dies führt dazu, dass die Erwerber nur kaum die benötigten Darlehen für eine Übernahme erhalten. Man kann dies an den Aktivitäten der Finanzinvestoren ablesen. Die Deutsche Beteiligungs AG (kurz: DBAG) fand in ihrer Untersuchung heraus, dass dieser Teilbereich des Übernahmemarktes im Jahr 2009 um etwa 50 % eingebrochen ist und somit fiel es auf das Level der Jahre 2001 und 2002.

Die strategischen Käufer

Durch das zurückhaltende Verhalten der Banken bei der Vergabe von Darlehen trifft man auch auf die strategischen Käufer. Schließlich können kaum Firmen die Finanzierung aus den eigenen freien Mitteln für eine große Übernahme stemmen. Im Jahr 2009 gab es oftmals gar kein Interesse. Denn die Anforderungen im eigenen Geschäft waren sehr groß, sodass kaum noch Kapazitäten für das Implementieren eines potentiellen Kandidaten vorhanden waren.

Unterschiedliche Ansichten über die Unternehmensbewertung

Sofern aber sowohl das Management als auch die Finanzierung vorhanden sind, scheitert eine Einigung sehr oft am Preis. Schließlich stellen sich derzeit die Käufer sowie Verkäufer verschiedene Bewertungen von Unternehmen vor. Auch die kräftige Erhöhung der Börsen wirkt darauf verstärkend. Kein Eigentümer will aufgrund der hohen Kurse Abschläge bei dem Verkaufspreis akzeptieren – aber genau dies wollen die Interessenten, welche für die nächsten Jahren niedrige Ertragsaussichten erwarten.

Neue Verkaufsvarianten können Einigung verbessern

Sofern sich die Parteien in diesem Falle nicht annähern können, können neue Verkaufsvarianten die Einigung verbessern. Hier zielt man darauf ab, den Kaufpreis lediglich in Teilen festzulegen. Zudem will man den bisherigen Eigentümer mit im Risiko belassen.

Bild: © fuxart – Fotolia.com

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