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Einkaufsmanager-Index steigt dank Euro-Schwäche

Eingetragen am 8. April 2010 – 11:17Kein Kommentar

Der schwächelnde Euro verhalf der Industrie in der Euro-Zone im März zum bislang stärksten Wachstum seit November 2006. Die Unternehmen vergrößerten dadurch ihre Geschäftsaktivitäten schon im sechsten Monat in Folge. Dies teilten die Markit-Experten zu ihrer Befragung von 3.000 Unternehmen mit.

Große Unterschiede bei den Euro-Ländern

Laut dem Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson gab es in der Industrie der Euro-Zone im März einen riesigen Boom. Jedoch gab es zwischen den einzelnen Staaten riesige Unterschiede wie noch nie in der Historie der Befragung. Das unter der Schuldenkrise leidende südosteuropäische Land Griechenland ist wesentlich tiefer in die Rezession abgerutscht.

Der steigende Einkaufsmanager-Index

Dagegen gehen die Geschäfte in Italien, Deutschland und Frankreich wesentlich besser. Selbst die spanische Industrie verzeichnet Zuwächse. Der Einkaufsmanager-Index für die komplette Eurozone stieg um 2,4 Zähler auf 56,6 Punkte und dies liegt sogar wesentlich höher als man in der Schätzung erwartet hatte. Sowohl der Auftragseingang als auch die Produktion erhöhten sich schon im 8. Monat und das Neugeschäft stieg sogar so erheblich wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Die wichtige Rolle des schwächelnden Euros

Hier hat die jüngste Euro-Schwäche eine bedeutsame Rolle. Durch den schwächelnden Euro werden die Produkte aus Europa in die restlichen Währungsgebiete preiswerter. Zudem kommen sowohl das Einführen von neuen Produkten als auch die allgemeine Marktbelebung und der immer noch anhaltende Aufbau des Lagers hinzu.

Die Abarbeitung der Auftragsbücher

Die Quote aus dem Fertigwarenlager und aus dem Auftragseingang hatten nur knapp unterhalb des Höchstwertes gelegen. Dies kann darauf hindeuten, dass die Unternehmen ihre Produktion in den kommenden Monaten weiter erhöhen müssen. Dadurch sollen die vollen Auftragsbücher abgearbeitet werden.

Der Stellenab- und -aufbau

Aufgrund der wesentlich besseren Geschäftslage setzt sich der Abbau der Arbeitsplätze mit einer niedrigeren Geschwindigkeit fort. Schon im 22. Monat in Folge fielen Jobs weg, obwohl dies der niedrigste Wert seit August 2008 ist und auch geringer ist als man in der ersten Schätzung angenommen hatte. In den Niederlanden schuf man zum Teil neue Stellen. Dennoch kamen aufgrund des schwächelnden Euros die Gewinnmargen der Unternehmen unter Druck: sowohl die Metalle, das Öl und Kunststoff als auch Papier, Elektronikkomponenten und Chemikalien wurden im Preis teurer als im vorherigen Monat.

Bild: © Designer_Andrea – Fotolia.com

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