Genossenschaftsbank WGZ Bank will neuen Bond ausprobieren
Die Genossenschaftsbank WGZ Bank will einen neuen Weg bezüglich der Kapitalbeschaffung einschlagen. Momentan verkauft diese Bank via den Raiffeisen- und Volksbanken in Westfalen sowie im Rheinland eine Nachranganleihe. Zudem kritisiert die Genossenschaftsbank die geplante Bankenabgabe.
Rund um den neuen Bond
Nach Angaben des WGZ-Chefs Werner Böhnke soll der Titel einen Wert von 30 Millionen Euro haben. Ferner können lediglich die Mitglieder der Genossenschaftsbanken dieses Papier kaufen. Mit dieser Anleihe will man das Ergänzungskapital der Genossenschaftsbank stärken. Dieses Ergänzungskapital ist der nicht allzu wichtige Anteil am Eigenkapital.
Der Blick in die Zukunft
Die WGZ Bank hatte dadurch auf die künftige Verschärfung von den Eigenkapitalregelungen reagiert. Nach Ansicht der WGZ Bank sei sie mit der Eigenkapitalrate in Höhe von 12,3 % sowie mit der Kernkapitalquote von 9,2 % recht gut gerüstet. Jedoch blickt die Bank auch in die Zukunft. Laut Böhnke soll die Bank so aufgestellt werden, dass sie jedes dargebotene Geschäft realisieren kann, ohne dass dabei durch die enger zugeschnittene Eigenkapitalquote diese Geschäfte nicht möglich gemacht werden können.
Keine Börsengänge mehr nötig?!
Die Zentralbank wird sich mit dem Vermarkten der Nachranganleihe an die Kunden der Volksbank zum ersten Mal nicht über die eigenen
Eigentümer Mittel, die dem Eigenkapital ähnlich sind, sondern vielmehr über die Kunden ihrer Besitzer beschaffen. Mit diesem Schritt will man beweisen, dass die Finanzinstitute des genossenschaftlichen Finanzverbundes keinen Börsengänge machen müssen, um das Eigenkapital zu festigen. Dabei bezeichnet Böhnke diese neue Variante der Kapitalbeschaffung als ein „Pilotprojekt zur Eigenkapitalbeschaffung“.
Kritik an der Bankenabgabe
Ferner kritisiert Böhnke die geplante Abgabe der Banken. Seiner Meinung nach sei sie „keine Lösung“. Er würde sich wünschen, dass man zunächst bei den Regeln beginnt und die Finanzinstitute „dort beschneide, wo diese sich von der Realwirtschaft“ loslöst. Die WGZ Bank konnte für das Jahr 2009 eine Gewinnsteigerung verzeichnen und der Jahresüberschuss stieg von einem Verlust in Höhe von 195 Millionen Euro im vorherigen Jahr auf einen Betrag von 287,9 Millionen Euro.
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