Schaeffler-Hilfe: Merkel ist dagegen
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich skeptisch im Hinblick auf eine Hilfe des Bundes für die in Schieflage geratene Schaeffler-Gruppe, die im vergangenen Jahr den Automobilzulieferer Continental und damit offensichtlich auch sich selbst übernommen hatte. Merkel betonte, dass der Steuerzahler nicht für riskante Unternehmensentscheidungen in Haftung genommen werden dürfte, während die Besitzer aber nicht in die Pflicht genommen würden. Gegenüber CDU-Kreisen beklagte sie, dass Schaeffler bislang keinen überzeugenden Lösungsvorschlag in Gestalt eines Unternehmenskonzeptes vorgelegt habe. Schaeffler und Conti müssen insgesamt rund 22 Mrd. Euro Schulden bewältigen. Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 200.000 Mitarbeiter.Die Arbeitnehmervertreter des Unternehmens sprachen sich für eine Beteiligung des Bundes aus. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff übte heftige Kritik an den Banken, die den Deal im vergangenen Jahr finanziert hatten und bezeichnete die Vorgehensweise der Kreditinstitute als „Lemminge-Verhalten“.
Ähnliche Beiträge:
- Schaeffler: Jetzt droht Jobabbau Der in Schieflage geratene Schaeffler-Konzern wird nach Einschätzung des Chefs des Institutes für Wirtschaft und Arbeit der Uni Bremen,...
- Conti-Schaeffler: Ethikverband lehnt Staatshilfe ab Die in die Wege geleiteten staatlichen Hilfen für die beiden fusionierten Unternehmen Conti und Schaeffler werden vom Ethikverband der...
- Schaeffler-Gruppe: Weniger Schulden dank Conti-Aktien Die in zweistelliger Milliardenhöhe verschuldete Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach, ein im Maschinenbau und für die Automobilindustrie tätiger Konzern, konnte sich...
- Die Situation bei Schaeffler entspannt sich Die Finanzsituation bei Schaeffler erholt sich offensichtlich stark. Das hoch verschuldete Zulieferbetrieb kann von der großen Erholung im Industrie-...
- Staatshilfe für Conti und Schaeffler Die Übernahme des Automobilzulieferers Continental durch die Schaeffler-Gruppe, die seit Monaten durch den Machtkampf, den sich die beiden Parteien...
