Deutsche Börse-Aktie verzeichnet wegen Sparmaßnahmen hohe Kursgewinne
Die Deutsche Börse-Aktie hatte auf die neuen Sparmaßnahmen vom Unternehmen reagiert. Sie fuhr nämlich hohe Kursgewinne ein. Der Börsenbetreiber plant einen Abbau von 370 Stellen bzw. will eine Verlagerung der Stellen nach Prag veranlassen. Das Einsparpotenzial soll bei 100 Millionen Euro pro Jahr liegen, wobei die Restrukturierungskosten relativ hoch sind.
Die positive Reaktion anhand der Deutschen Börse-Aktie
Auf diese neuen Sparmaßnahmen hatten die Analysten positiv reagiert. Die Aktie stieg um 4,5 % auf 55,95 Euro an, was der Höchststand seit Mitte Januar ist. Dadurch gehört sie im DAX zu den größten Aktiengewinnern. Selbst die Analysten hatten sich positiv zu den Einsparmaßnahmen der Deutschen Börse geäußert.
Der Stellenabbau und die Verlagerung der Jobs
Die Börse teilte am Dienstagabend mit, dass das Unternehmen ab 2013 jedes Jahr weitere 100 Millionen Euro sparen möchte und hierfür Stellen abbauen will. Der Wegfall der 370 Arbeitsplätze sollen hauptsächlich bei den Standorten Luxemburg und Frankfurt am Main erfolgen. Zugleich soll ein Aufbau von zwei Drittel dieser Arbeitsplätze in Prag stattfinden.
Die Kosten für die Maßnahmen
Ein Drittel des Einsparpotenzials soll bereits im nächsten Jahr erfolgen. Zuvor muss man für diese Maßnahmen 200 Millionen Euro zahlen, welche die Deutsche Börse zum größten Teil in 2010 verbuchen will. Wie bislang wird für das aktuelle Jahr Kosten in Höhe von 1,25 Milliarden Euro berechnet.
Die Gründe für die Einsparmaßnahmen
Aufgrund des problematischen Geschäftsumfelds hatte die Börse mit ihren Einsparmaßnahmen reagiert. Wegen den sinkenden Handelsumsätzen, geringeren Zinserlösen sowie der Einbruch im amerikanischen Derivategeschäft verzeichnete der Konzern im 4. Quartal 2009 zum ersten Mal in der Unternehmenshistorie einen Verlust. Wenn man dies auf das gesamte Jahr betrachtet, so sank der Gewinn um über die Hälfte auf insgesamt 496 Millionen Euro und der Umsatz brach um 16 % auf 2,1 Milliarden Euro ein. Damals kündigte der Vorstandschef Francioni an, 80 von 400 Manager-Stellen abzubauen.
Bild: © einstein – Fotolia.com
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