Konto-Gebühren: Von Kostenlos bis Abzocke bietet der Markt alles
Banken haben spätestens seit der Eskalation der Finanz- und Wirtschaftskrise das Privatkundengeschäft wieder für sich entdeckt: Die Institute schätzen attraktive und vor allem stabile Erträge. Verbraucher bekommen das Umdenken auf zweierlei Art und Weise zu spüren: Auf der einen Seite werden Gebühren an vielen Stellen erhöht und manche Konten zur regelrechten Kostenfalle gemacht. So wurden u.a. die Spesen für Barverfügungen an fremden Automaten von vielen Banken massiv angehoben. Auf der anderen Seite finden sich auch mehr Angebote denn je auf dem Markt, die ohne jegliche Bedingungen kostenfrei sind. Das gilt besonders für Produkte des Zahlungsverkehrs: Girokonten sind bei rund einem Dutzend Institute kostenfrei erhältlich.
Girokonto: Clevere zahlen praktisch nichts
Bankkunden, die bereit sind zu einem anderen Institut zu wechseln können bei privaten Girokonten viel Geld sparen. Während bei vielen Filialbanken die Summe aus Grundgebühren und nutzungsabhängigen Entgelten 200 Euro im Jahr erreicht, bieten günstige Direktbanken ihren Kunden praktisch kostenfreie Konten, die bei üblicher Nutzung weniger als 10 Euro im Jahr kosten. Die meisten dieser Konten werden online geführt. Kostenlose Girokonten mit sehr guter Bargeldversorgung und vollwertiger Kartenausstattung bieten z.B. die DKB und die Norisbank. Letztere unterhält sogar rund 50 Filialen im gesamten Bundesgebiet.
Zinsfreie Kredite zur Kundenwerbung
Nicht nur Zahlungsverkehrsprodukte sind mit etwas Recherche sehr günstig zu haben: Die Santander Consumer Bank bietet Neukunden einen Kreditrahmen über 2.000 Euro an, für den in den ersten sechs Monaten keine Zinsen anfallen. Beim Norisbank-Girokonto ist ein 1000-Euro-Dispo für ein Jahr zu 1,0 Prozent Zinsen inklusive. Verbraucher sind gut beraten, teuren Banken schnell den Rücken zu kehren und überflüssige Gebühren zu sparen. Der Aufwand ist in der Regel gering und zahlt sich schnell aus. Banken mit hohen Gebühren verlassen sich systematisch auf die Trägheit der Kundschaft und kalkulieren damit, dass trotz besserer Angebote bei der Konkurrenz nur ein (zu) geringer Teil der Kunden wechselt.
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