Chemiebranche in der Krise: Weniger Geld für Beschäftigte
Die weltweite Rezession hat die Chemie-Industrie besonders hart getroffen und führt nun flächendeckend zu Kurzarbeit und weniger Geld für die Beschäftigten. Der im M-Dax notierte Konzern Lanxess hat nun angekündigt, die Arbeitszeit für alle Mitarbeiter zunächst für ein Jahr auf 35 Stunden zu reduzieren – bei entsprechend geringerem Lohn.
Zudem werden die Beschäftigten im Jahr 2009 keinen Bonus erhalten. Auch in der Kunststoffsparte von Bayer wird die Arbeitszeit für zunächst neun Monate auf 35 Stunden reduziert. Das Unternehmen hatte zuvor Kurzarbeit angekündigt, diese Pläne aber verworfen.Der Chemiekonzern Evonik indes hat für Teile der Belegschaft Kurzarbeit angekündigt. Der weiße Teil der ehemaligen RAG (einst Degussa) leidet besonders unter dem Einbruch der Nachfrage nach Autoreifen. Die Reaktionen der Unternehmen auf die Krise verdeutlichen nach Einschätzung von Experten, dass die Konzerne ihre Mitarbeiter grundsätzlich halten wollen und auf eine baldige Besserung der Situation hoffen. Sofern die Rezession lange andauert, werden flächendeckende Entlassungen inklusiver betriebsbedingter Kündigungen jedoch kaum zu vermeiden sein.
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