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CFDs: Handeln zwischen Casino und Kapitalanlage

Eingetragen am 25. März 2010 – 10:44Kein Kommentar

CFDsDer Handel mit CFDs (Contracts for Difference) und anderen spekulativen Produkten hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Das Prinzip: Mit geringem Einsatz kann auf Kursschwankungen bei Aktien, Indizes, Devisen und Rohstoffen spekuliert werden. Spezialisierte CFD- und Forex Broker stellen ihren Kunden dabei ein Komplettpaket zur Verfügung. Über die Handelsplattformen der häufig im Ausland ansässigen Anbieter kann mit einem beträchtlichen Finanzhebel agiert werden, ohne dass dazu eine umständliche Kreditaufnahme erforderlich wäre. Mit dem bis zu 500fachen des eingesetzten Eigenkapitals können Anleger per Mausklick kaufen und verkaufen. Spekulationen auf steigende Kurse sind dabei ebenso möglich wie solche auf fallende Notierungen.

Margin Call bei CFDs birgt Existenzrisiko

Der Einsatz eines großen Finanzhebels über das so genannte Margin-Prinzip ermöglicht rasante Gewinne. Unterlegt ein Anleger nur ein Prozent einer von ihm gehaltenen Position mit Eigenkapital, führt bereits eine Kursbewegung um ein Prozent in die erwartete Richtung zu einer Verdopplung des Kapitaleinsatzes. Der „Leverage Effekt“ (so wird das Prinzip des Hebeleinsatzes in der Finanzbranche bezeichnet) birgt bei den CFDs allerdings auch ein gigantisches Risiko: in vorgenannter Konstellation führt bereits eine Marktbewegung im Umfang von einem Prozent in die falsche Richtung zu einem Totalverlust. Auch Verluste, die deutlich über das auf dem Konto vorgehaltene Eigenkapital hinausgehen sind möglich. Dann kommt es zu einem so genannten Margin Call: Anleger werden dabei von ihrem Broker aufgefordert, kurzfristig Geld nachzuschießen.

Hebel-Trading eignet sich ausschließlich für CFD-Profis

Bei allen Risiken bietet der Einsatz eines großen Finanzhebels auch Vorteile. Dennoch eignet sich das Prinzip der Spekulation mit einem Vielfachen des Einsatzes nur für Anleger mit außerordentlich spekulativer Ausrichtung und sehr viel Erfahrung im aktiven Handel. Wer diese Art der Spekulation aus reiner Neugier ausprobieren möchte, kann bei vielen der Broker ein kostenfreies Demokonto eröffnen und den Handle mit Spielgeld testen. Bei vielen Brokern sind Spieler willkommen: Die Mindesteinzahlung beläuft sich oft nur auf 100 US-Dollar und kann auch per Kreditkarte entrichtet werden. Bei Echtgeld-Konten sollte aber darauf geachtet werden, dass diese mit einer Schutzfunktion ausgestattet sind und nicht unter Null fallen können.

Bild: © Udo Kroener – Fotolia.com

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