Die Qual der Wahl: So finden Anleger den passenden Fonds
Investmentfonds sind aus der Kapitalanlage und dem Vermögensaufbau nicht mehr wegzudenken. Anleger, die die attraktiven Renditechancen der Kapitalmärkte für ihr eigenes Portfolio nutzen möchten, sehen sich jedoch mit einer schier unüberschaubaren Produktvielfalt konfrontiert. Viele Banken bieten ihren Kunden mehr als 5.000 verschiedene Fonds zur Zeichnung an. Die einzelnen Angebote unterscheiden sich dabei im Hinblick auf Anlageschwerpunkt, Management-Stil und Risiko. Darüber hinaus stehen Investoren verschiedene Vertriebswege zur Verfügung, die mit jeweils sehr unterschiedlichen Kosten verbunden sind. Sowohl im Vorfeld einer Einmalanlage als auch bei der Suche nach einem guten sparplanfähigen Fonds sollten Anleger deshalb etwas Zeit vor ihrem Geld investieren.
Passive Fonds oft besser
Im ersten Schritt sollten Anleger entscheiden, in welche Anlageklasse sie investieren möchten. Für Vorhaben mit langfristigem Zeithorizont eignen sich Aktienfonds bzw. Fonds mit einer hohen Aktienquote im Portfolio am besten. Der zweite Schritt betrifft das Segment in der jeweiligen Anlageklasse bzw. die genauere Ausrichtung des Fonds. Ein chancenorientiertes Aktien-Portfolio berücksichtigt neben den europäischen und nordamerikanischen Aktienmärkten auch die Aktienmärkte der Schwellenländer (insbesondere China, Indien und Brasilien). Diese bieten die Möglichkeit, an globalen Entwicklungen der Weltwirtschaft zu partizipieren. Erst nach der Festlegung der Ausrichtung sollten Anleger entscheiden, ob in einen Fonds mit aktivem Management oder einen passiv verwalteten ETF investiert wird. Gerade die großen Aktienmärkte lassen sich durch ETFs oft besser (weil kostengünstiger) ins Portfolio nehmen.
Günstig einkaufen für mehr Rendite
Fonds sind über verschiedene Vertriebskanäle erhältlich. Sie können bei der Kapitalanlagegesellschaft direkt ebenso erworben werden wie bei Banken und Sparkassen, Direktbanken und freien Fondsvermittlern. Bei aktiv verwalteten Fonds fällt grundsätzlich ein Ausgabeaufschlag an. Dieser beläuft sich bei den meisten Fonds regulär auf 5 Prozent. Direktbanken bieten meist 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, bei freien Fondsvermittlern entfällt er meist ganz. Wichtig: Ein niedriger Ausgabeaufschlag ist nur dann automatisch ein Vorteil, wenn er beim jeweiligen Anbieter für (fast) alle Fonds im Sortiment gilt. Sonderangebote für bestimmte Fonds sind hingegen eher mit Vorsicht zu genießen: Oft werden hier Ladenhüter oder Produkte mit besonders attraktiver (Berater-)Provision an den Mann gebracht.
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Zwar bieten Direktbanken hohe Rabatte beim Fondskauf an, aber als günstigste Kaufstelle für Fonds haben sich die freien Fondsvermittler im Internet etabliert. Hier bekommen mündige Anleger fast alle Fonds ohne Ausgabeaufschläge. Über diese Fondsanbieter kann online ganz einfach ein Depot bei einer Fondsdepotbank, z.B. Frankfurter Fondsbank eröffnet werden. Einige Vermittler erstatten auch die Depotgebühren ab einem bestimmten Anlagebetrag. Laut http://www.fondsshop-vergleich.de gibt es sogar einen Anbieter (profinance-direkt), der als erster in Deutschland den Anleger an den Bestandsprovisionen durch Kickbackzahlungen beteiligt. Das nenne ich mal fair und verbraucherfreundlich!