ETFs sind große Wettbewerber für die Aktien
Man kann das Marktwachstum für die an der Börse gehandelten Indexfonds (sog. ETFs, Exchange Traded Fund) nicht nur an der großen Anzahl der Produkte sehen. Selbst der Anteil, welcher die Produkte nun am globalen Börsenhandel besitzen, ist recht beeindruckend. Die Umsätze der ETFs in den USA beträgt 25 % des Börsenhandels. In Europa liegt dieser Anteil schon bei 14 % und die Tendenz ist steigend.
ETFs als Ersatz für klassische Fonds
Das interessante ist, dass in einigen Einzelaktien bereits weniger Umsatz vorhanden ist als in den Exchange Traded Funds auf die Indizes, in welchen sie vertreten werden. Das Resultat ist, dass die Investoren die börsengehandelten Indexfonds als einen Ersatz für die typischen Fonds sehen, bei welchen normalerweise Buy-and-hold-Strategien stattfinden. Ferner verwenden sie sie selbst für den täglichen Handel sowie als einen Ersatz für die einzelnen Aktien.
Der Umsatz der ETFs
Außerdem sind die Umsätze mit ETFs wesentlich größer als die Angaben der Börsen erahnen lassen. Schließlich werden dort lediglich 40 % der ETF gehandelt. Der restlichen Anteil des Umsatzes findet in dem unmittelbaren Handel OTC (Over the Counter) zwischen den Finanzinstituten sowie institutionellen Investoren statt.
Die Transparenz der ETFs
Insbesondere die Transparenz machen die ETFs für den Handel an der Börse so attraktiv. Sie basieren in der Regel auf einen Index. Dadurch können die Marktteilnehmer immer einschätzen, wie viel ein Anteil derzeit an Wert hat.
Der Vor- und Nachteil bei den ETFs
Durch diese Einschätzung wird der Handel mit den Produkten sichtlich verbilligt. Dies ist der große Unterschied zu den typischen Publikumsfonds, welche die Anleger immer mehr über die Börse handeln können. Hier ist allerdings die Differenz zwischen den Verkaufs- und Ankaufskursen oftmals recht höher.
Der Market Maker
Die Ursache für diesen hohen Unterschied beim Preis ist, dass es an der Börse häufig Zwischenhändler (sog. Market Maker) gibt, welche sich um die aktuellen Kurse kümmern. Sie veräußern Anlegern Fondsanteile und erst danach ordern sie von der Fondsgesellschaft. Auf umgekehrter Weise können sie die aufgekauften Fondsanteile an die Emittenten zurückgeben.
Der Handel mit den klassischen Fonds und die Sicherheitsmarge
Allerdings ist dieser Handel bei den typischen Fonds mit den Emittenten lediglich zu gewissen Zeiten möglich. Ferner steht nicht fest, wie viel exakt ein Fondsanteil an Wert besitzt, fordern die Market Maker von den Investoren eine Sicherheitsmarge. Daraus folgt, dass es zu steigende Abstände (sog. Spreads) zwischen den Verkaufs- und Ankaufskursen kommt.
Die Zusammenstellung der ETFs
Die Zusammenstellung ist bei den ETFs recht klar. Aufgrund dessen kann der Market Maker die jeweiligen Wertpapiere erwerben und veräußern, um sowohl sich abzusichern als auch um den Spread so minimal wie möglich zu halten. Dies läuft sogar so gut, sodass die liquidesten Aktien-ETFs in der BRD mit einem Spread in Höhe von 0,05 % gehandelt werden.
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