Frauenquote in Unternehmen der EU
Zahlreiche europäische Länder führten bereits die Frauenquote ein. Mit dieser Frauenquote hatte man beispielsweise in Norwegen oder Spanien recht positive Erfahrungen gemacht. Schon im letzten Jahr kündigte der Vorstandsvorsitzende von KPN (ein Telekomunternehmen in den Niederlanden) – Ad Scheepbouwer – an, Frauen in seinem Konzern wesentlich mehr zu unterstützen. Seiner Aussage nach würde KPN ansonsten Talent verschenken und seit dieser Zeit können auf gewisse Stellen im Management lediglich Frauen eine Bewerbung abgeben, sodass ihr Anteil von momentan 17 % erhöht wird.
Niederländisches Parlament beschloss Gesetz über Frauenquote
Mit dieser Art und Weise ist KPN der Politik zuvorgekommen. Im letzten Jahr hatte das Parlament in den Niederlanden ein Gesetz entschlossen. Laut diesem Gesetz sollen Firmen mit über 250 Beschäftigen ab dem Jahr 2016 sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand zumindest mit 30 % an Frauen besetzen. Sollten die Firmen diese Vorgabe nicht erreichen, so erhalten sie dennoch keine Sanktionen.
Norwegen als das erste Land mit der Frauenquote
Dabei lehnt sich die Vorgabe in den Niederlanden an Norwegen an. Norwegen ist das erste Land, das den bindenden Frauenanteil von 40 % in den Aufsichtsräten eingeführt hatte. Seit 2007 gibt es bereits in Spanien eine vergleichbare Quote für die Aufsichtsräte. Sie beträgt hier allerdings „nur“ 30 %.
Die Quote in Frankreich
Im Januar verabschiedete Frankreich einen Frauenanteil für Aufsichtsgremien. Der Senat muss diese noch im Sommer annehmen. Ab 2013 gilt die Mindestquote von 20 % an Frauen. Ab dem Jahr 2016 muss die Quote bereits bei 40 % liegen.
Die positive Ansicht der Befürworter von solchen Quoten
Die Befürworter dieser Quoten sind der Ansicht, dass die Erfahrungen aus Spanien sowie Norwegen sehr gut sind. Anscheinend können die Frauen dort leichter an ihrer Karriere arbeiten. Bereits jetzt gibt es in Norwegen bei sämtlichen an der Börse notierten Firmen zumindest eine Frau, die im Vorstand tätig ist. Vor sechs Jahren lag der Anteil an solchen Unternehmen lediglich bei 83 %.
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