Vorsorge und Vermögensaufbau: Für jede Lebenssituation die richtige Strategie
Eine erfolgversprechende Finanzplanung berücksichtigt bereits zu Beginn des Erwerbslebens die private Altersvorsorge und den Vermögensaufbau. Im Zeitverlauf sollten Sparer ihre Strategie ihren Lebensumständen anpassen. Für jede Lebenssituation gilt es die richtigen Instrumente zu wählen. Direkt nach der Ausbildung sollte die Absicherung gegen existenzielle Risiken auf dem Plan stehen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung darf dabei nicht fehlen – je jünger der Versicherte beim Abschluss ist desto geringer fallen die Kosten aus. Sofern aus gesundheitlichen Gründen keine BU mehr abgeschlossen werden kann, sollte eine Dread-Disease-Versicherung als Alternative dienen. Die Altersvorsorge kann in den ersten Jahren der Erwerbstätigkeit auf staatlich geförderte Maßnahmen beschränkt bleiben.
Sparpläne oft günstiger als Versicherungen
Aufgrund des langfristigen Zeithorizonts empfiehlt es sich, auf Fondssparpläne und nicht auf klassische Rentenversicherungen zu setzen. Dabei sollte auf einen kostengünstigen Fonds gesetzt werden. Eine private Rentenversicherung ist oft mit hohen Kosten verbunden und garantiert nur eine sehr geringe Rendite. Die Überschussbeteiligungen können die Erträge zwar aufwerten – sicher ist dies aber nicht. Auch mit Fonds sind sehr sichere Anlagen möglich: Wer nur geringe Kursrisiken tragen möchte, kann auf Rentenfonds setzen. Grundsätzlich sollten jüngere Sparer allerdings auf Aktien setzen, weil dies langfristig die besten Ertragsperspektiven bieten. Muss vom eigenen Einkommen später eine Familie versorgt werden, muss zwingend eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. Die Todesfallleistung sollte hier nicht zu gering bemessen werden.
Mit zunehmendem Alter auf mehr Sicherheit setzen
Sofern das Einkommen es zulässt sollten nach und nach durch einfache Fondssparpläne zusätzliche Ersparnisse gebildet werden. Die Mühe lohnt sich, auch wenn keine staatliche Förderung möglich ist: Die angesparten Vermögen sind flexibel und können jederzeit abgerufen werden. Mit zunehmendem Alter sollten Sparer das Risiko ihrer Anlagen sukzessiv reduzieren. Von Aktien sollte in sichere Anleihen umgeschichtet werden. Als Faustformel gilt, dass im Alter von 50 Jahren nicht mehr als die Hälfte des Portfolios im Aktienmarkt investiert sein sollte. Mit 60 sollte dieser Anteil auf 20 Prozent zurückgefahren worden sein. Die beim Eintritt in den Ruhestand verfügbaren Vermögenswerte können teilweise in eine lebenslange Rente umgewandelt werden: Dadurch wird eine Basisversorgung bis zum Tod sichergestellt. Die Rentenversicherung gegen Einmalzahlung ist meistens günstiger als eine Rentenversicherung mit Ansparphase.
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