Home » Unternehmen

Karstadt soll bis Ende April verkauft werden

Eingetragen am 17. März 2010 – 13:08Kein Kommentar

Nun zog der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg von Karstadt in Bezug auf die Zukunft von der Warenhauskette eine bedeutende Zwischenbilanz. Nun soll Karstadt bis Ende April an einen Investoren veräußert werden. Zum Einen ist man recht optimistisch. Zum Anderen gibt es aber auch etliche Probleme.

Der Verkauf von Karstadt

Karstadt hat derzeit 120 Filialen sowie etwa 26.000 Mitarbeiter. Der Insolvenzverwalter Görg führte bereits mit etlichen Interessenten recht konstruktive Gespräche. Er kündigte an, Karstadt lediglich als eine ganze Einheit zu veräußern.

Der Insolvenzplan

Mithilfe eines Insolvenzplans will man die Zukunft der Firma sichern. Dieser Insolvenzplan wurde bereits am Montag beim Amtsgericht von Essen vorgelegt. Nach Aussage des Insolvenzverwalters Görg nutzt man die Regelungen des Insolvenzplans, um das Unternehmen Karstadt Warenhaus GmbH fortzuführen.

Die Versammlung mit den Karstadt-Gläubigern

Bei einer Versammlung, die Mitte April stattfinden soll, müssten die Gläubiger von Karstadt diesem Insolvenzplan zustimmen. Noch im Jahr 2010 kann es zum Abschluss des Insolvenzverfahrens kommen. Mittels diesem Verfahren soll Karstadt so gut wie möglich schuldenfrei werden.

Die Sanierungsbeiträge

Zuvor sagten sowohl Beschäftigte und Vermieter als auch der Pensionssicherungsverein, die IT- und Logistik-Dienstleister für den Insolvenzplan Sanierungsbeiträge zu. Dabei würde die zugesagte Summe beim „mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ liegen. Außerdem soll eine Schließung bei 13 Filialen erfolgen.

Die Forderungen der Karstadt-Gläubiger

Selbst bei den Gläubigern von Karstadt könnte es große Einschnitte geben. Denn diese sollen auf den größten Teil ihrer bereits angemeldeten Forderungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verzichten. Im bereits vorgelegten Insolvenzplan gäbe es für diese Gläubiger lediglich eine feste Quote von 3 %.

Ähnliche Beiträge:

  1. Metro: Verhandlungen mit Investoren über eine Kaufhaus-Allianz Das Handelsunternehmen Metro bleibt bei den Plänen über den Verkauf für das Warenhaustochterunternehmen Kaufhof immer noch in Bezug auf...
  2. Arcandor’s Förderung an die Elite-Unis Der ehemalige Konzernchef Thomas Middelhoff von dem insolventen Unternehmen Arcandor soll am 27.02.2009 715.000 Pfund an die Saïd Business...
  3. Für Quelle geht´s ums Überleben Der angeschlagene Versandhändler Quelle, der zum insolventen Arcandor-Konzern gehört, steht schon wieder mit dem Rücken zur Wand. Bis heute...
  4. Kündigung per Telefon: Bei Quelle gehen die Lichter aus Am Freitag wurden 2000 Mitarbeiter des insolventen Versandhändlers Quelle in die Arbeitslosigkeit geschickt. Viele von ihnen wussten bis zum...
  5. Die Derivate-Statistik: Im April geringe Nachfrage nach Risiko Zum Monatsbeginn von April investierten die deutschen Zertifikate-Anleger wesentlich mehr in risikoarme Produkte als in den vorangegangenen Monaten. Dies...

Sie wollen Finanzwirtschafter.de täglich kostenlos per E-Mail erhalten? Geben sie hier ihre E-Mail Adresse ein:

Schreiben sie einen Kommentar!

Sie können diese HTML-Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dieser Blog hat Gravatar aktiviert. Um ihren eignen Avatar zu bekommen registrieren sie sich bitte unter Gravatar.