Lindt spürt nun auch die Auswirkungen der Krise
Die Verbraucher essen insbesondere in der Krise nicht sehr viel Schokolade. Dies merkte der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli im letzten Jahr. Das Unternehmen verzeichnete einen Gewinnrückgang. Trotz alledem soll eine höhere Dividendenausschüttung erfolgen.
Reingewinn lag noch in den Erwartungen der Analysten
In 2009 ging der Reingewinn um etwa einem Viertel auf 193 Millionen Franken (etwa 133 Millionen Euro) zurück. Dies teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Jedoch lag das Unternehmen noch innerhalb der Erwartungen der Analysten.
Die Erhöhung der Dividende
Der Hersteller der Schokoladenosterhasen in Gold will ungeachtet des Rückgangs beim Gewinn den Aktionären eine höhere Dividende auszahlen. Die Dividende soll um 11,1 % auf 400 Franken pro Namensaktie steigen. Pro Partizipationsschein gibt es 40 Franken.
Probleme im hochwertigen Marktsegment
Wie schon im Januar veröffentlicht wurde, ging der Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 14 % auf 2,522 Milliarden Franken. Allerdings hatte Lindt genauso wie die anderen Luxusgüterhersteller das Positionieren im hochwertigen Marktsegment mit Edelschokolade (z. B. Lindor-Pralinen) Probleme. Schließlich griffen die Konsumenten in der Krise wesentlich mehr zu günstigeren Produkten sowie Handelsmarken. Zudem lagen die Preise für Rohstoffe (z. B. Kakaobohnen) fast auf einem Rekordniveau und Lindt hatte Währungsschwankungen zu spüren bekommen.
Die Erwartungen für 2010 und 2011
Lindt erwartet für das aktuelle Jahr eine Umsatzerhöhung von 5 % bis 7 %. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem operativen Ergebnis, das zwischen 300 und 340 Millionen Franken liegt. Auf mittel- und langfristiger Sicht will der Schokoladenhersteller zu den früheren Wachstumsraten zurückkehren. Beispielsweise soll der Umsatz im nächsten Jahr um 6 % bis 8 % sowie der operative Gewinn um 8 % bis 10 % steigen.
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