Hörgerätesparte von Siemens vorerst nicht verkauft
Erst einmal ist das Veräußern der Hörgerätesparte von Siemens geplatzt. Am Montag ließen die Verhandlungskreise verlauten, dass die Offerten nicht dem eigentlichen Wert der Firma entsprochen hatten. Jedoch ist diese Entscheidung auf offizieller Seite noch nicht veröffentlicht. Allerdings rechnet man damit in den kommenden Tagen.
Die Höhe der Angebote
Laut dem Handelsblatt lagen die Angebote für SAT (entspricht Siemens Audiologische Technik) durchschnittlich bei circa 1,5 Milliarden Euro. Das höchste Angebot sei 1,8 Milliarden Euro hoch gewesen sein. Siemens hoffte eigentlich auf fast 2,5 Milliarden Euro. Jetzt will das Technologieunternehmen selbst in diesen Bereich anlegen.
Geschäft soll weiter entwickelt werden
Nach Angaben der Industriekreisen erfolgt eine weitere Entwicklung des Geschäfts. Ansonsten würden die Margen weiter verfallen. Die entsprechenden Investitionen können sich in den kommenden Jahren auf einen Betrag im dreistelligen Bereich addieren.
Die Interessenten für die Hörgerätesparte
Sechs Interessenten gaben in der ersten Runde Angebote ab. Zu diesen Interessenten zählten sich die Finanzinvestoren Bain und Cinven. Zudem gab es ein Konsortium aus Hellman & Friedman, dem Hörhilfenproduzenten Cochlear aus Australien und KKR. Permira schloss sich mit dem dem Hörgerätespezialisten Hansaton sowie dem Investor Nordic Capital zusammen.
Neuer Anlauf nicht mehr in diesem Jahr
Aufgrund der nötigen Investitionen und der Krise in Griechenland, welchen den Verkaufsprozess gestört hatte, waren die Angebote erheblich unter den Erwartungen von dem Technologiekonzern. Deshalb hatte sich Siemens dagegen entschieden, mit einzelnen Bietern in der darauf folgenden Runde weitere Verhandlungen durchzuführen. Man rechnet in diesem Jahr mit keinem neuen Anlauf für die Veräußerung.
Hörgerätesparte für Siemens nicht mehr das Kerngeschäft
Langfristig sei der Verkauf immer noch wahrscheinlich. Für Siemens sei der Hörgerätebereich nicht mehr das Kerngeschäft. Zudem gäbe es kaum Synergien mit den restlichen Aktivitäten im Bereich der Medizintechnik.
Die Marktlage
Trotz alledem gilt die Hörgerätesparte von Siemens mit einem Umsatz in Höhe von etwa einer halben Milliarde Euro als sehr rentabel. Allerdings gibt es in dieser Sparte kaum Anbieter, welche sich diesen Markt aufteilen. Jedoch sind die Margen in letzter Zeit unter Druck gestanden.
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